Hallo!
Kommt Ihr mit uns in einen Kiefernwald? Wobei, ein "ganz normaler" Kiefernwald ist das nicht...

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Hier auf Teneriffa wächst die Kanarische Kiefer (Pinus canariensis). Das Besondere an ihr ist, dass sie Waldbränden widerstehen kann! Diese treten hier recht oft auf, und die Bäume haben eine Borke entwickelt, die im Falle eines Feuers nicht verkohlt, sondern verkrustet. Ihre Stammesknopspen liegen unter dieser Borke geschützt, sodass sie schon kurz nach einem Feuer wieder aus Baumstumpf, Stamm und Ästen wieder austreiben kann.

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Voe 2 Jahren war dieser Wald eine verbrannte Ödnis. Aber überall sprießt neues Leben hervor. Aus dem Boden, den Zweigen, wo man auch hinsieht. Die dicke Streuschicht am Boden der Kiefernwälder wirkt im Falle eines Feuers wie ein Brandbeschleuniger. Eingeschleppte Eukalyptusbäume mit ihrem hohen Anteil an ätherischen Ölen tun ihr Übriges.

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Was macht die Kanarische Kiefer aber noch so besonders? Ihre Nadeln! Sie haben winzige Widerhaken und können bis zu 30 cm lang werden.

Kiefernwälder wachsen dort, wo der Nordostpassat auf die Insel trifft. Dieser bringt Wolken mit, die gegen die Berge branden und an ihnen hinaufsteigen, wo sie sich schnell abkühlen und die Feuchtigkeit kondensiert. An den langen Nadeln fangen sich die Tropfen und werden in den Boden geleitet.

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Was gibt es in einem solchen Kiefernwald an Begleitvegetation? Typisch ist die Baum-Heide (Erica arborea). Ja, sie gehört zu den Heidekräutern, wird aber bis zu 6 Meter groß. Wir fanden sie allerdings "nur" knapp über 2 Meter groß an, dafür in voller Blüte. Hier übrigens der Blick des Botanikers vs. der Blick der Geologin auf die Art. ;)

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