Heute ist #Weltgesundheitstag. Wir haben daher analysiert: Körperliche Belastungen im Beruf sind ungleich verteilt und treffen vor allem Menschen mit niedrigerem Bildungsabschluss. Gleichzeitig steigen die Krankenstände mit dem Alter deutlich an – was beim Thema #Pensionen oft ausgeblendet wird. 1/
Beschäftigte mit Matura oder höher leiden vor allem unter intensiver Bildschirmarbeit – fast jede zweite Person (48 Prozent) berichtet von starker Augenbelastung. Arbeitnehmer:innen mit Pflichtschul-, Lehr- oder BMS-Abschluss sind überproportional von klassischer körperlicher Arbeit betroffen. 2/
Vier von zehn Beschäftigten mit niedriger oder mittlerer Bildung geben an, regelmäßig monotone Hand oder Armbewegungen auszuführen. Unter höher Gebildeten ist es nur jede vierte Person. 3/
Besonders deutlich ist der Unterschied beim Heben schwerer Lasten: Mehr als ein Drittel der Beschäftigten mit maximal Pflichtschulabschluss (37 Prozent) oder Lehr- bzw. BMS-Abschluss (36 Prozent) ist davon betroffen – gegenüber nur 12 Prozent bei Personen mit höherer Bildung. 4/
Auch das Unfallrisiko ist stark ungleich verteilt: Rund 30 Prozent der Beschäftigten mit niedriger oder mittlerer Bildung berichten von erhöhten Unfallgefahren im Job, bei höher Gebildeten ist es nur jeder Zehnte. 5/
Mit dem Alter steigt die gesundheitliche Belastung zusätzlich. Daten aus dem Fehlzeitenreport des WIFO zeigen: Die Krankenstandsquote nimmt über den Erwerbsverlauf deutlich zu, besonders stark kurz vor der #Pension. 6/
Während Beschäftigte mittleren Alters rund vier Prozent ihrer Arbeitszeit im #Krankenstand sind, liegt die Quote bei den 60- bis 64-Jährigen bereits bei 7,5 Prozent (Männer) bzw. 8,5 Prozent (Frauen). Das ist mehr als doppelt so hoch wie bei den 45- bis 49-Jährigen. 7/
Viele Menschen erreichen die Pension heute schon nicht gesund. Wer ein höheres #Pensionsalter fordert, blendet die ungleiche Verteilung von Belastungen im Arbeitsleben aus. /8
Wir brauchen eine nachhaltige Finanzierung von Gesundheitskassen, Spitälern und Primärversorgungszentren. #Einsparungen verschärfen den Trend zur Zwei-Klassen-Medizin und verschlechtern den Zugang zur Gesundheitsversorgung, insbesondere für jene, die sie am dringendsten brauchen. 9/
Weltgesundheitstag 2026: Harte Jobs, schlechte Gesundheit – Belastung im Beruf sozial ungleich verteilt - Momentum Institut

Am 7. April ist Weltgesundheitstag. Eine aktuelle Analyse des Momentum Instituts zeigt: Körperliche Belastungen im Berufsalltag sind ungleich verteilt und treffen vor allem Menschen mit niedrigerem Bildungsabschluss. Gleichzeitig steigen die Krankenstände mit dem Alter deutlich an. Wer über ein höheres Pensionsantrittsalter diskutiert, darf diese Realität nicht ignorieren.

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