Hallo Fediverse.

Habt ihr eine diagnostizierte / vermutete "AutismusSpektrumStörung"?
Wie war euer Weg zur Diagnose?
Habt ihr professionelle Stellen als hilfreich erlebt.?
Was habt ihr für Erfahrungen mit Selbsthilfegruppen?

Bitte um freundliches weitertröten.

@tutnich_zursache Ja, seit 2024.
Nach der Selbstverdachtsdiagnose zur Neuropsychiaterin bei der ich eigentlich zur Migränebehandlung war. Die hat die Verdachtsdiagnose bestätigt und einen sehr langsamen Diagnoseprozess angestoßen. Je 2-3 Monate zwischen 4 Terminen. Meine Therapeutin war jedoch der Meinung autistisch zu sein sei ja nicht schlimm und da es eh keine Angebote für Erwachsene gäbe, sei die einzige Hilfe “wenn sie unbedingt wollen” Verhaltenstherapie & Antidepressiva.
Hab mich dann da nicht mehr wohlgefühlt (oder ernstgenommen) und nach Umzug war ich da dann sowieso nicht mehr.

Parallel dazu hat sich meine Mutter nach einem Streit an eine professionelle Stelle gewendet, die sich hauptsächlich auf Schulbegleitung spezialisiert aber auch Infoveranstaltungen und Beratungstermine für Eltern machen.
Die haben 2 Adressen zur Diagnostik weitergegeben, bei einer hatte ich Glück und habe schnell Termine bekommen.

Webseite / Verband, der die Einrichtung unterstützt weißt viel auf ABA als Lösung hin, weshalb ich mit dem Verband nichts zu tun haben will - die Beraterin dort war allerdings echt super informiert und hat meiner Mutter auch viel geholfen das Thema besser zu verstehen.

Hab mich 1 Mal zur Selbsthilfegruppe getraut, war anstrengend aber schön. Schaffe es aktuell leider zu wenig da nochmal aufzutauchen, auch weil es eine riesige Überwindung ist. Die Anonymität kann ein Schutzschild sein, zwingt mich aber auch gefühlt nochmal mehr zum masken.

Bin nach dem Umzug jetzt in nem Verein voller Nerds und neurodivergenter Menschen aktiv und hab da viele Freunde gefunden, mit denen ich mich viel besser über neurodivergente Probleme austauschen kann als mit Fremden in ner Gruppe.