Meine #Baptisten-Gemeinde ist Teil eines kongregationalistischen Kirchenbundes. Das bedeutet, die jährliche Versammlung von Vertreter*innen aller Gemeinden, der sogenannte Bundesrat, ist das höchste beschlussfassende Gremium.

Wesentliche Resolutionen der letzten Jahre beinhalten die Abgrenzung vom Rechtsextremismus und der AfD (2024) sowie die Ablehung von Waffenexporten in Kriesengebiete (2018).

In diesem Jahr bringt meine Kirchengemeinde eine auf diese Resolutionen aufbauenden Antrag ein:

Darin halten wir fest:
"Wir widersetzen uns der #Militarisierung bis hin zu Plänen neuer nuklearer Bewaffnung. Wir distanzieren uns von Rechtsextremismus und allen Ideologien der Ungleichheit. Wir lehnen in aller Entschiedenheit die Ausgrenzung von Minderheiten wie etwa Menschen mit Migrationsgeschichte, queeren Menschen oder Menschen mit Behinderungen ab."

Die Bundesregierung wird aufgefordert, sich "ohne Doppelstandards" für die Beachtung der Menschenrechte und des Völkerrechts einzusetzen.

Eine Resolution aus der Mitte des Bundesrates zur Situation in Gaza, die von der Bundesregierung entsprechend einen Waffenexportstopp nach Israel und die Einhaltung des Völkrerrechts forderte, kam letztes Frühjahr leider nicht zur Abstimmung:

https://berlin.social/@oliverknabe/114909400136729494

Dieses Jahr stehen die Chancen besser, dass der Kirchenbund Position bezieht und sich unter anderem Vereinnahmungsversuchen von Rechts erneut widersetzt.