#Israel hat so viele Jour­na­lis­t:in­nen getötet wie kein anderer Staat in der Geschichte der Aufzeichnungen, vor allem in #Gaza. Ohne Strafverfolgung droht Wiederholung.“

Es gibt jemanden, der beschlossen hat, sie zu töten.

Es gibt jemanden, der den Befehl gegeben hat, sie zu töten.

Es gibt jemanden, der sie getötet hat.

Normalerweise muss es für Zivilist*innen eine Anklage geben, ein Verfahren, ein Urteil und dann eine Vollstreckung.

Die #Todesstrafe gibt es in Israel für terroristische Anschläge (durch Palästinenser*innen) nicht für – wie auch immer gearteten – #Journalismus.

https://www.taz.de/!6166900

Angriff auf islamistische TV-Kanäle: Auch Hisbollah-Journalisten sind Journalisten

Die Ermordung von drei Medienschaffenden im Libanon verstößt gegen das Völkerrecht. Israel muss dafür bestraft werden, sonst droht eine Wiederholung.

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH
@[email protected] tja. Die Zahl der getöteten Journalisten ins verhältnis gesetzt zur Zahl der Menschen, die sich im Gaza aufhalten (wohnen oder leben passt nicht so wirklich angesichts der weitgehend zerstörten infrastruktur), muss das das land sein, in dem es in der ganzen geschichte der menschheit einen mit großem abstand höheren Bevölkerungsanteil an journalisten gibt als in jedem anderen Land, volk oder gesellschaft jeweils.

ich habe da vier mögliche erklärungen:

  • es gibt im gaza mehr verlage, rundfunkanstalten, medienhäuser als irgendwo sonst auf der welt. die bewohner konsumieren mehr medien, als die menschen anderswo. täglich liest jeder gazabewohner zwei lokal zeitungen, fünf regionalzeitungen und drei überregionale zeitungen. ausserdem schaut er täglich acht stunden fernsehen und schaltet dabei zwischen vier stationen hin und her und hört sieben stunden radio. wegen der zahlteichen stromausfälle hat er einen generator, um sicherzustellen acht stunden fernsehen und sieben stunden radio konsumieren zu können.
  • israel tötet täglich ein prozent aller journalisten im gaza. der journalistenberuf ist im gaza so attraktiv, dass jeden tag genauso viele nachrücken. weil es jahre dauert einen journalisten auszubilden, gibt es im gaza auch mehr und bessere journalismusschulen sls sonstwo auf der welt und junge menschen aus der ganzen welt reißen sich darum eine der journalismusschulen im gaza zu besuchen.
  • die journalisten arbeiten für den ausländischen markt. berichte aus dem gaza sind so umfangreich und gehaltvoll und immer wieder neu und überraschend, dass 8 milliarden menschen täglich 15 minuten nur damit verbringen, nachrichten aus dem gaza zu konsumieren. um diesem gewaltigen bedarf gerecht zu werden, sind natürlich auch extrem viele journalisten im gaza notwendig. die umfangreichen und detailverliebten berichte über zerstörte wasserleitungen, die homestories von hinterbliebenen getöteter, die mit großer expertise erstellten berichte über militäraktionen der israelis, die theaterkritiken und filmrezensionen, die bombenvorhersage, die do-it-yourself magazine mit nützlichen tipps zum bau eines schutzbunkers oder einer privat-flak, die fitness programme mit judo und karate, die polit sendungen über die arbeit beim militär, die koch shows wie "aus brackwasser und einer halben melone die köstlichsten snacks zaubern", die talkshows, die straßenumfragen und call-in-shows, der quiz who wants to be a slumdog millionaire.
  • es sind teilzeitjournalisten. sie arbeiten eine stunde am tag journalistisch und sieben stunden in einem anderen job. wegen des sehr angespannten job markts im gaza sind die meisten teilzeit hamas terroristen. israel als kriegerische nation achtet diese terroristische arbeit und tötet sie nur wegen ihres teilzeitjournalismus.
  • @[email protected] Bassel Khartabil hat die Stiftung "Creative Commons Syrien" gegründet und aufgebaut. Er war an der Gründung der syrischen Wikipedia beteiltigt. Während des Bürgerkriegs in Syrien hat er ein Projekt grstartet die architektonischen Kulturgüter in syrien digital zu erfassen, um sie im Falle der Zerstörung virtuell als 3D modell zu erhalten. er wurde vom regime entführt und sein aufenthalt war für länger als ein jahr unbekannt. dann wurde bekannt, dass das regime ihn gefoltert und ermordet hat. wahrscheinlich war der grund, dass er eine videokamera von der BBC entgegengenommen hat, um damit journalistisch in Syrien zu arbeiten, wo es für journalisten der BBC zu gefährlich war.