Guten Morgen. Am vorgestrigen Abend habe ich mich über die gestrigen Strompreise beschwert und darüber, dass ich mein Elektroauto schon viel zu voll geladen hätte. Immerhin schaffte ich es noch, von 70 auf 90 Prozent für 7 CT/kWh zu laden.

Und dann das: Heute Mittag sinkt der Strompreis auf bis zu 2 ct/kWh! Doch die Batterie ist schon fast voll! Ich habe viel zu teuer eingekauft!

Das Schlimme jedoch: Mit meinem Freunden, die einen Verbrenner fahren, kann ich aus Rücksicht auf ihre Gesundheit nicht darüber sprechen.😢

#Elektroauto #Energiewende #Spritpreise

@DerEntspannende

Dein Stromanbieter kann die Preise im Voraus berechnen. Das kannst Du auch! Die dafür notwendigen Daten sind meist leicht zu besorgen.

Zum einen der erzeugte Strom, der von Wind und Sonne abhängt. Schon vorgestern war klar, dass zumindest hier im Norden der Wind auffrischt, heute gar noch stärker als gestern, und dass die Sonne sich zeigt.

Und auf der Seite des Verbrauches ändert sich nichts zum gestrigen Feiertag. Was stromintensive Industrie durch niedrige Strompreise spart, wird durch höhere Feiertagslohnkosten wieder aufgefressen, also bleibt der Laden dicht. Nur kurz vor Mittag steigt der Verbrauch etwas stärker an, weil viele am eigenen Herd stehen und einen Feiertagsbraten in der Röhre haben.

Drei Tage im Voraus sind meist möglich, was Sonne und Wind angeht, ist die Wettervorhersage genau genug. Alles was danach kommt, ist meist weniger genau. So wären für Dich die besten Zeiten im Voraus selbst zu ermitteln. (Von unerwartbaren technischen Störungen und ähnlichem mal abgesehen.)

@chrisp65_3

Gibt es dazu brauchbare Forecast-Dienste?
Denn es spielt ja deutlich mehr rein, insbesondere auch die Nachfrageseite. Manuell geht das grob, aber ist mühsam und zu wenig auf die nutzbaren Stunden hin optimiert.

Der Day Ahead - Markt ist halt nur zwischen 12 und 36 Stunden.

@DerEntspannende

@Saupreiss @DerEntspannende

Habe mich mit dynamischen Strompreisen noch nicht auseinandergesetzt, weil ich weitestgehend autark bin. Vermute aber mal, dass es sie gibt und diese von den Anbietern genutzt werden. Ist aber auch sehr wahrscheinlich, dass diese nicht öffentlich sind. Die Anbieter lassen sich nicht so gern in die Karten schauen.

Bei meinem System muss ich auch etwas vorausdenken, um die Wäsche im richtigen Moment zu waschen. Funktioniert aber mit Logik und ein wenig Intuition recht gut.

@chrisp65_3

Na ja, insbesondere im Winter ist das mit der Autarkie was schwierig. Dennoch ist der Schmerz in der Tat das Auto. Und, eben wegen den extremen Sprüngen: Die Frage, Solarstrom zu verbrauchen, ihn in Akkus zu laden und wann man die leert, ist da durchaus knifflig.

(Nach einem eher sonnigen Tag erscheint es klug, bei 45 Cent zu leeren, aber wenn darauf ein dunkler Tag und Abendspitze mit 70 Cent kommt, beißt man sich trotz niedrigem absoluten Verlust in den A…)

@DerEntspannende

@Saupreiss @DerEntspannende

Ja, im Sommer bleibt viel drüber und im Winter kann es knapp werden. Dachte schon über ein kleines Windrad nach. Aber mein Ein-Personen-Haushalt läuft auch so. Kann die Wäsche im Winter auch per Hand waschen, zumindest die kleine.

Und ein motorisiertes Fahrzeug brauch ich nicht. (Auch wenn ich ein Hoverboard habe, nutze es kaum.)

@chrisp65_3

Sind hier halt sehr andere Voraussetzungen.
Miniwindräder sind wirtschaftlicher Wahnsinn. Nun muss nicht alles wirtschaftlich sein, aber ich denke, auch beim Footprint sind die weit weg von schnellem Ausgleich.

@DerEntspannende

@Saupreiss @DerEntspannende

Dachte bei Windkraft eher an einen vertikalen Generator mit weniger als 800 Watt, die gibt es für unter 200€. Solar hab ich gar nur 400 Watt und der #Pedalgenerator ist nur im Winter relevant. Und hier ist es selten windstill. Wäre also wirtschaftlich sinnvoll in meinem Fall.