Wahl-O-Maten machen das, was digitale Lösungen (im Bildungswesen) in der Regel immer machen: sie bekämpfen Symptome, nicht Ursachen. Bürger*innen sind politisch nicht informiert, weil sie keine Zeit, Kraft oder kein Interesse haben. Nichts davon wird so gelöst. Nur ein Informiertsein simuliert.
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Bei Wahl-O-Maten erhält die Komplexität von Problemen keinen Platz. Sie fördern binäres Denken (richtig oder falsch, dafür oder dagegen, Freund oder Feind), wirken einer klüger machenden Auseinandersetzung und Konsensfindung entgegen und erzeugen eine Welt von Gewinner*innen und Verlierer*innen.
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@dejan

Das teile ich überhaupt nicht. Sie ermöglichen einen unkomplizierten Einstieg in die Auseinandersetzung mit Komplexität. Alle Wahl-o-maten, die ich kenne, enthalten sowohl Kommentaroptionen für die Parteien, als auch Links zu den Parteien.

Mit der gleichen Argumentation der Komplexitätsreduzierung könnte man auch Wahlen ablehnen.

Ideal ist es, wenn Wahl-o-maten das Gespräch der Nutzer:innen über Politik anregen, was in meiner bubble tatsächlich stattfindet