Das generische Maskulinum ist kein Erbe der Sprache, sondern ein Trick des Patriarchats. Eine junge Erfindung, kaum 60 Jahre alt, die Frauen unsichtbar machen soll. 1995 erst hat der Duden es überhaupt definiert – und trotzdem wird es als „Tradition“ verkauft. Eine bequeme Lüge mit Machtinteresse.

#lgbtq #Patriarchat #Sprache #Feminismus #Gendern #Linguistik

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Die Lügen des Patriarchats – das generische Maskulinum | Cornelia Kost

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Liebe Cornelia Kost, Du zitierst Doleschal mit "In den frühen Grammatiken der Renaissance, des Barock und der Aufklärung wurden Männer und Frauen sprachlich klar getrennt. Die Grammatik war zweigeschlechtlich, und sie war es mit einer Selbstverständlichkeit, die aus heutiger Sicht fast naiv wirkt." Ich bin gespannt auf die diese Aussage belegenden Beispiele der Grammatiken des Barock und der Aufklärung, mit denen diese klare sprachliche Trennung nachvollziehbar dargestellt wird.

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Hier zum nachlesen:
https://bop.unibe.ch/linguistik-online/article/view/915

zB:
Communis generis sunt, nomina quae conveniunt viris ac muliebris & non formant foemininum in in / nec propria foeminina habent: der & die Gevatter, der & die Gespons, der & die Widib, der vel die Sanct, Niemand."[5] (Oelinger 1574: 46)

oder besonders schön:
der gelerte man, die gelerte fraw, das gelerte mensch" (Oelinger 1574: 26)

Das generische Maskulinum im Deutschen. Ein historischer Spaziergang durch die deutsche Grammatikschreibung von der Renaissance bis zur Postmoderne | Linguistik Online

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Übrigens über den Aufsatz hinaus: Gästin und Gästinnen - so im 16. Jahrhundert gebraucht....

@sinistrerOptimismus @PEJKM @corneliakost @s3nnet Danke, spannender Aufsatz, der auch zumindest einige der in anderen Kommentaren aufgeworfenen Fragen beantwortet!