Das generische Maskulinum ist kein Erbe der Sprache, sondern ein Trick des Patriarchats. Eine junge Erfindung, kaum 60 Jahre alt, die Frauen unsichtbar machen soll. 1995 erst hat der Duden es überhaupt definiert – und trotzdem wird es als „Tradition“ verkauft. Eine bequeme Lüge mit Machtinteresse.

#lgbtq #Patriarchat #Sprache #Feminismus #Gendern #Linguistik

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Die Lügen des Patriarchats – das generische Maskulinum | Cornelia Kost

@corneliakost
Moment mal, ich habe jetzt nicht verstanden, wie die sprachliche Praxis aussah, bevor sich der "patriarchale Pragmatismus" durchsetzte. Könnte mir bitte jemand darlegen, wie man allgemein von Menschengruppen sprach, bevor das generische Maskulinum eingeführt wurde?
@DonKBlack
Genau das vermisse ich auch. Wie wurde das denn dann vorher gehandhabt?
Wenn ich den Artikel richtig verstehe, war eine sprachliche Klarstellung nur deshalb nicht nötig, weil es praktisch keine "gemischten Gruppen" gab. Also Gelehrte waren halt nur Männer und … Näherinnen oder so immer nur Frauen. Das hieße, daß die Ungerechtigkeit jegliche Überlegungen dazu halt eh überflüssig gemacht hat.
@corneliakost
@Sascha_Raubal @corneliakost
Die Bewohner eines Reichs oder einer Siedlung sind aber heterogen, immer gewesen. Will mir einer erzählen, dass da von Dritten konsequent im neutralen Plural gesprochen wurde? Man kann auch eine neue sprachliche Regelung nicht einfach so von oben einführen. Das braucht linientreue Massenmedien und dauert Jahrzehnte (vgl. Gendern). Die Engländer haben nach 1066 auch nicht angefangen, en masse französisch zu sprechen.
@DonKBlack
Ja, alles schwer greifbar. Möchte wirklich wissen, wie genau das gehandhabt wurde.
@corneliakost