Das generische Maskulinum ist kein Erbe der Sprache, sondern ein Trick des Patriarchats. Eine junge Erfindung, kaum 60 Jahre alt, die Frauen unsichtbar machen soll. 1995 erst hat der Duden es überhaupt definiert – und trotzdem wird es als „Tradition“ verkauft. Eine bequeme Lüge mit Machtinteresse.

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Die Lügen des Patriarchats – das generische Maskulinum | Cornelia Kost

@corneliakost Verzeihung, habe selten solchen Unfug gelesen.
Sowohl im antiken Griechenland als auch im antiken Rom war der Nom. Mask. Plural sehr wohl von generischer Natur und wurde daher für eine heterogene Gruppe aus Männern und Frauen verwendet, wohingegen das Femininum im Plural nur bei rein weiblichen Gruppen zur Anwendung kam.
Romani waren alle Römer, Romanae nur die Römischen Frauen.

@s3nnet @corneliakost Punkt 1: Es geht um a) die deutsche Sprache und b) die explizite Codifizierung des gen.masc. in geschriebenen Grammatiken.

Punkt 2: Magst du noch mal die gesellschaftliche Realität der Antike betrachten und den Satz „Männer blieben sprachlich Norm, Frauen wurden sprachlich mitgemeint, aber nicht benannt“ sowie den Begriff „patriarchale Normsetzung“ reflektieren? Die beschreiben nämlich genau das.

@jaddy @corneliakost Die deutsche Sprache ist eine halbromanische Sprache, die in wesentlichen Teilen aufs Lateinische zurückgeht, wie z.B. der Name Cornelia auch.
Die Behauptung, das generische Maskulinum sei eine Erfindung des neuzeitlichen Patriarchats, ist historisch schlicht und ergreifend nicht haltbar.

@s3nnet @jaddy @corneliakost

Nein. Die deutsche Sprache ist KEINE halbromanische Sprache, die in wesentlichen Teilen aufs Lateinische zurückgeht.

Und die gesellschaftliche Realität zwischen der griechischen Antike und die der Stammesgesellschaften, die im Gebiet des heutigen Deutschlands lebten, könnte kaum größer sein.

Mit der Geschichte des gen. Maskulins habe ich mich noch nicht befasst, aber diese beiden (Gegen) Argumente sind definitiv haltlos.