Digitale Gewalt ist real. Sie passiert jeden Tag im Netz. Beleidigungen, Drohungen, Hass. Das verletzt Menschen. Strafrecht allein reicht nicht. Wir brauchen Schutz und klare Regeln für Plattformen.

#DigitaleGewalt #HassImNetz #Schutz #Plattformen #Menschenrechte #EinfacheSprache

@SchreibeEinfach Doch, das Strafrecht reicht aus. Es sind nur keine Leute da, die das durchsetzen können. Die Staatsanwaltschaften sind dermaßen überlastet, dass Unmengen an Verfahren eingestellt werden müssen.
Es würde dir aber immer noch eine Zivilklage bleiben, wenn du im Netz beleidigt wirst.
Bei klarer Beweislage muss der Gegner auch deine Anwalts und Gerichtskosten übernehmen, ebenso wie die Kosten der Ermittlung der echten Person über die IP Adresse oder Anmeldedaten etc., falls sie mit Pseudonym unterwegs sind und ihren Hass verbreiten. Wer allerdings das finanzielle Risiko scheut, muss aufgrund der von mir genannten Fakten wohl Hass und Beleidigungen hinnehmen.
@robert1962 @SchreibeEinfach
Möglicherweise gibt es ja auch betroffene Menschen, die a. wissen, daß sie ein finanzielles Risiko, egal in welcher Höhe, nicht tragen können und b. nicht wissen, wo sie Hilfe bekommen un/oder c. psychisch schon so schwer angeschlagen sind, das sie nicht erkennen, das a und b auf sie zutrifft.
Im Fall von c kann das Hinnehmen des Hasses dann zu irreversiblen Folgen führen (Suizid, psysomatische Erkrankungen, etc).
Mein Fazit: Strafrecht reicht nicht.
@herberg @SchreibeEinfach Dann schlag mal vor, was gemacht werden soll. Die Löschung von Hasskommentaren und Co. funktioniert trotz des DSA nur schleppend. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es gegen die US Konzerne Meta und Co. kaum Handhaben gibt, da die USA eine andere Definition von Hassrede hat als die EU. Es ist also auch eine Frage der Detailliertheit bzgl. der Definitionen. Soll man einen "Wörterkatalog" erstellen, was du Hass und Hetze gehört, um diesen dann den Konzernen vorzulegen? Dieser müsste ständig geändert werden. Das dürfte nicht praktikabel sein.
Nicht, dass wir uns falsch verstehen. ich befürworte jegliche legale Art und Weise, Hass und Hetze im Netz zu bekämpfen. Es ist jedoch aufgrund unterschiedlicher Ansichten, was denn Hass und Hetze ist schwer, dagegen vorzugehen. Ein Beispiel dazu:
In Deutschland ist es verboten, den Hitlergruß zu zeigen oder entsprechende Symbole zur Schau zu stellen, wie beispielsweise das Tragen einer Hakenkreuzbinde. In den USA hingegen gehört es zum Recht der freien Meinungsäußerung, diesen Gruß ungestraft zu zeigen oder auch das Hakenkreuz am Arm zu tragen. Ebenso kann man in den USA jeden als Clown oder Irren bezeichnen, da auch das als freie Meinungsäußerung zählt. Da die Server der großen Sozialen Netzwerke nun mal in den USA stehen, haben die kaum ein Interesse daran, Dinge, die für die normal sind, zu löschen. Außerdem ist das gegen ihre Philosophie des totalen Kapitalismus, wo die Prüfung auch noch Geld kostet. Da kann die EU noch so viel zetern. Klar werden diese Dinge ggf. dann doch verschwinden, aber eben nicht immer und auch nicht in dem Tempo wie es für dich wünschenswert wäre. Ich habe meine Konsequenzen daraus gezogen, indem ich allen US Konzernen den Rücken zugedreht habe. Ich habe nichts mehr davon. Kein Facebook, kein Instagram, kein X und auch kein WhatssApp mehr. Ich vermisse lediglich die Fachgruppe für Cubase auf Facebook, der ich angehört habe. Ansonsten brauche ich mich nicht mehr mit so einem Mist wie Beleidigungen, Hass und HEtze, Rassismus etc. herumzuschlagen. Also, einfach diese Sozialen Netzwerke verlassen. Dann wird man auch nicht mehr mit Hass und Hetze gegen sich konfrontiert. Mir gehts dabei bestens. Nur die Fachgruppe vermisse ich. Da suche ich nun nach Alternativen. Es ging früher ja auch ohne. Ist halt aufwändiger.

@robert1962
Ich finde zum Beispiel die Nr 5 aus diesem Vorschlag sehr sinnvoll.
Aber auch die weitere Förderung von Institutionen wie HateAid, die ja erstmal keine finanzielle Unterstützung mehr bekommen.

https://www.patrick-breyer.de/chatkontrolle-aus-als-chance-5-punkte-aktionsplan-fuer-echten-kinderschutz-vorgelegt/

@SchreibeEinfach

Chatkontrolle-Aus als Chance: 5-Punkte-Aktionsplan für echten Kinderschutz vorgelegt

Am morgigen 3. April läuft die EU-Verordnung 2021/1232 aus, die es US-Konzernen erlaubte, ohne Anlass und ohne Richterbeschluss private Nachrichten zu scannen (sog. Chatkontrolle). Die Vorsitzende der Piratenpartei Deutschland, Kayra Kuyumcu, und der Bürgerrechtler und ehemalige Europaabgeordnete Dr

Patrick Breyer
@herberg @SchreibeEinfach Ich guck mir das mal an. habe gerade keine Zeit dafür.
Ohne das jetzt gelesen zu haben. Grundsätzlich wäre es sinnvoll, eine wirkungsvolle Altersschranke für Soziale Netzwerke einzuführen. In Australien scheitert es gerade daran, dass man einfach nur bestätigen muss, dass man 16 ist und dann gehts weiter wie zuvor. Aber wie erwähnt. Ich schau später mal rein.