Misogynie ist die Anspruchshaltung an Frauen*, die (wenn sie nicht erfüllt wird) jederzeit in Hass umschlagen kann.
Ich hab mich mal an einer kurzen Definition versucht, die mit der naiven Vorstellung von Misogynie Schluss macht, nämlich Mysoginie sei generelle Frauenfeindlichkeit. Die immer an ist und alle Frauen betreffen müsste.
Was denkt ihr?
(was man halt so nachdenkt, wenn man morgens kurz nach halb acht, grade aufgewacht ist)
Und darum ist das deutsche Wort „Frauenhass“ auch okay (ich hatte da neulich Diskussionen). Der Hass ist nicht permanent da und bezieht sich auch nicht auf alle Frauen. Aber der Hass lauert immer auf die nächste Situation, wo ein Anspruch nicht erfüllt wird & kann prinzipiell alle Frauen betreffen.
@dieKadda hass und anspruchshaltung liegen ohnehin nah beieinander, nicht? vllt weil in hass ist immer auch eine art von bindung enthalten ist.

@dieKadda Aber fehlt dann nicht der „Frauen können nichts/sind weniger wert/haben sich unterzuordnen“-Teil?

Das könnte man zwar teilweise auch als Anspruchsdenken deklarieren, aber mMn fehlt dann trotzdem was. (Und das ist „immer an“.)

Oder hab ich was missverstanden? 🤔

@monoxyd das würde ich dann als Sexismus begreifen. dieses Frauen sind so, und Männer sind so…
@monoxyd Sexismus und Misogynie gehen oft Hand in Hand, aber es gibt beides auch isoliert. Ich habe einen misogynen Mann kennengelernt, der keine sexistischen Vorstellungen hatte. Und ich kenne sexistische Männer, wo der Hass nie durchschlägt

@dieKadda Das geht für mich anscheinend alles so Hand in Hand, dass ich es kaum unterscheiden kann.

(Deine Beispiele sind für mich auch ganz schwer vorstellbar. Klingt wie Schwimmen ohne Nass werden.

Also nicht im Sinne von: Will ich anzweifeln, aber versteh ich nicht. /o\)

@monoxyd meistens geht es auch Hand in Hand. Dieser eine nicht sexistische, aber misogyne Mann ist tatsächlich sehr faszinierend. (auf eine negative Art)

und nicht misogyne Sexist ist in der Generation meines Vaters sehr häufig. Immer lieb, niemals aggro, kein Hass - aber veraltete, sexistische Rollenbilder im Kopf

@dieKadda @monoxyd

Behauptung: Etwas Sexismus steckt genauso wie Rassismus in fast jedem Mann (und vermutlich auch sehr vielen Frauen) meiner Generation (Gen X und älter). Das muss man aktiv hochholen und reflektieren, damit man nicht regelmäßig instinktiv "unpassend reagiert".

Leicht verfremdetes Praxisbeispiel:
"Alle sind eingeladen zur Vereins-Familienfeier! Wir brauchen mindestens 3 Grills und 3 Männer die sie bedienen. Die Mädels dürfen Kuchen und andere Köstlichkeiten mitbringen".

@wvs @dieKadda @monoxyd Bonuslevel: Wenn einer der Männer nicht grillen kann, wird er "schief angeguckt".

@dieKadda

'Misogynie (von altgriechisch misos „Hass“ und gyne „Frau“)...'

Also spricht die weise Wikipedia. Misogynie IST Frauenhass. 🤷‍♀️

@edithmair1 Ich weiß. aber das darf man so nicht sagen, weil Hass ist so ein starkes Wort und das stößt Leute vor den Kopf. (nicht meine Argumente)

@dieKadda

Ich sag's trotzdem. Wenn es stimmt, dass das die Leute vor den Kopf stößt (und ich nehme an, 'er' hat da Erfahrungen), dann bringt es die Leute vllt auch zum Nachdenken. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

@dieKadda @edithmair1 Interessant. Bei jedem Furz verwenden die Leute den Begriff Hass, aber da wo er genau richtig platziert ist, sprechen sie von zu starkem Wort?

Manche Menschen. Da fällt mir einfach nur noch wenig ein.

@dieKadda
Au ja, #Misogynie alleine schien mir immer zu allgemein, weil der Anlass, Auslöser verschieden sein kann, und auch die Ausprägung, wie du beschreibst...
Man könnte es auch ein bisschen mit Rassismus vergleichen... 'diese Person hier isja ganz ok. usw., aber sobald sie selber Ansprüche stellt, Widerworte gibt, nicht tut was ich von ihr erwarte, sich 'undankbar' verhält, dann soll sie doch gehen wo sie herkommt, soll sich doch verkriechen, soll das Maul halten...'