Ich lese gerade Arno Frank: Ginsterburg, und kann es wärmstens empfehlen. Sprachlich ein Hochgenuss. Er beschreibt sensibel und pathosarm, wie die #Nazis aufstiegen. Aus unterschiedlichen Perspektiven: Der Unternehmer, die Buchhändlerin, der Intellektuelle, sehr unterschiedliche Kinder und Jugendliche, und alle hängen zusammen, leben in Ginsterburg. Das Schöne ist: Als Leser*in versteht man jede*n Einzelne*n. Ich bin noch lang nicht durch. Gerade ist #Krieg. Zuerst glaubte ich, Frank >>
>> überspringt den Krieg selbst, denn ein Kapitel beginnt überraschend mit "Der Krieg war vorbei (...)." Bis man versteht, dass das die Perspektive einer der Hauptpersonen war, als Paris fiel. Statt Kampfhandlungen beschreibt Frank, wie dessen Einheit in einer Mischung aus Langeweile, Unterforderung und Euphorie im Suff irgendwo in Frankreich einen ganzen Schwarm Kraniche erschießt. So sensibel und sprachstark, dass es unter die Haut geht. If you want, read this.