Hamburg hat verkündet, dass der Hamburg-Takt wegen der Mehrausgaben bzw. Mindereinnahmen durch das Deutschlandticket nicht wie geplant 2030 kommen wird.

Seitdem es das Deutschlandticket gibt, versuche ich, die Balance zwischen Begeisterung und Wut zu finden.

Ja, eine Flatrate ist eine super Idee!
Dass die fehlenden Einnahmen nicht durch den Bund, sondern hälftig durch die Länder gehoben werden müssen, ist ein Unding, was bei einer Autoidee nie geschehen würde.

Das Geld für Ausbau fehlt so.

@SheDrivesMobility hast du da mehr zu? Interessiert mich, weil ich beruflich mit dem nachteilsausgleich Dticket zu tun habe.

@Nephele

Es ist uff.

"Die geänderte Inanspruchnahme des ÖPNV in der Pandemie, das Deutschlandticket sowie die neuen Perspektiven autonomen Fahrens waren entscheidende Veränderungen, die bei der Umsetzung des Hamburg-Taktes zu berücksichtigen sind. Dies hat der Senat immer transparent kommuniziert. Insofern war das 5-Minuten-Ziel bis 2030 seitdem auch nicht mehr Gegenstand der weiteren Planung, Thema der Senatskommunikation oder des Wahlkampfes 2024/2025."

https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/senatskanzlei/aktuelles/pressemeldungen/stellungnahme-zur-berichterstattung-zum-hamburg-takt--1162286

Stellungnahme zur Berichterstattung zum Hamburg-Takt - hamburg.de

@SheDrivesMobility hast du auch was explizit zu den mehrbelastungen hamburgs durch den nachteilsausgleich?

@Nephele

Happy to serve you.

"Bund und Länder stellen jährlich je 1,5 Milliarden Euro bereit, für Hamburg bedeutet das rund 99 Millionen Euro von beiden Seiten.
Inflation und teurere Infrastruktur treiben die Ausgaben in die Höhe.

„Ich hätte mir eine anteilige Finanzierung von Nutzern, Bund und Ländern gewünscht, sodass sie die Kosten gleichmäßig tragen. Jetzt stellt sich ja wieder die Frage: Wer muss die Zeche zahlen?“, fragt die HVV-Chefin. "

https://www.moin.de/hamburg/hvv-chefin-deutschlandticket-warnt-id300803870.html

HVV-Chefin warnt: Deutschlandticket-Plan ist Teufelskreis

Deutschlandticket gerettet – bis Ende 2030! Für über 1,2 Millionen Hamburger ein Aufatmen, doch HVV-Chefin Anna-Theresa Korbutt warnt.

moin.de
@SheDrivesMobility hm das passt aber nicht so richtig zusammen. Der Ausgleich ist ja erst ab 26 gedeckelt und es wurde unter Berücksichtigung der tarifanpassung fortgeschrieben. Das scheint mir da etwas unvollständig. Auch ist nicht ganz klar, ob HVV oder die Stadt diese Ausbaumaßnahmen tragen und wie sich die tatsächlichen Mindereinnahmen aufseiten der Stadt (der hvv bekommt sie ja ausgeglichen) zu den Kosten verhalten. Das ist alles extrem undurchsichtig und wirkt eher nach schwarzem Peter.
@Nephele aber für mich ist das abseits von wer da jetzt was berichtet völlig logisch, weil Mathe, dass, wenn ich aufgrund von einstmals gerade auch in Hamburg teuren Monatskarten jetzt Deutschlandtickets verkaufe, ich weniger Geld in den Kassen habe UND ja auch noch mich am Gesamttopf beteiligen muss?
@SheDrivesMobility es ist eben nicht additiv. Die fortgeschriebenen Mindereinnahmen beim hvv wurden aktuell durch die bundes- und landesmittel komplett ausgeglichen, der einzige Fehlbetrag durch das Ticket ist in der landeskasse, wo ja hälftig der Ausgleich herkommt. Deswegen interessiert es mich ja im Detail, wie groß der Betrag in Hamburg ist und wie der sich zu den geplanten Ausgaben für den hamburgtakt verhält.