Tja nun. Als ich den Master in Sozialarbeitsforschung begonnen habe, wollte ich für meine Masterarbeit ein Forschungsprojekt zu digitaler Sozialarbeit machen. An der Hochschule hielt man das Thema nicht für relevant und ich hab keinen Prof gefunden der es betreuen wollte. Dann kam Corona und plötzlich ganz es ein Bewusstsein. Aber offensichtlich hat sich nicht viel getan.

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Viele Eltern ahnen nicht, was ihren Kindern in WhatsApp-Klassenchats begegnet: Mobbing, Pornografie, rechtsradikale Sticker und brutale Videos. Oft gibt es keine Regeln für den Klassenchat. Lehrer und Eltern können die Kinder kaum schützen. Politik und Plattformen befassen sich zu wenig mit dem Thema. Von einem geplanten Social Media Verbot wäre WhatsApp derzeit nicht betroffen. WDR-Reporterinnen Katharina Spreier und Susanna Zdrzalek sprechen mit Menschen, die der Klassenchat zu Täter:innen oder Opfern gemacht hat. Sie treffen einen Schüler, der rechte Sticker seiner Klasse geschickt hat und dann Besuch von der Polizei bekam. Sie sprechen mit Eltern, deren Kinder Schlimmes sehen mussten und zeigen, wie schwierig der richtige Umgang mit dem Medium Klassenchat ist.

Das Ärgerliche, ich hatte Kontakt mit einem kommunalen Digitalcafe, die Angebote für die Schulen der Kommune anboten und den Schulsozialarbeiterin von einer Gesamtschule, die Interesse an einer Zusammenarbeit gezeigt haben.
Es ist so schade. Immerhin wird der Herr Blume jetzt öffentlich breiter gefächert und nicht nur von Menschen im Bildungswesen , die schon ein Bewusstsein hatten, gehört.
Wegen diesem Thema bin ich immer noch sehr traurig, dass ich den Master aus gesundheitlichen Gründen nicht beenden konnte.
Erstaunlich dass kaum Sozialarbeit erwähnt wird. Digitale Räume sind Sozialräume. Ich finde, das kann man nicht allein auf Eltern und Lehrkräfte abwälzen.