Wenn ich mal längere Texte schreibe, dann meist nur noch "Sammlungen", falls es mir irgendwann mal besser geht und ich dann mal dazu kommen sollte, Texte in einen halbwegs vorzeigbaren Zustand zu bringen.

Ein Problem beim Schreiben ist, dass früher nach und nach ein grobes Konzept für einen Text entstanden ist und ich es irgendwann nur noch ausformulieren und aufschreiben musste.
Heute geht das "verfallen" und vergessen häufig irgendwann schneller, als das Entstehen eines Textes.

1/

#MECFS

Als würde man im Sommer etwas aus Schnee bauen wollen.
Egal wie schnell man baut, die Sonne ist schneller.

Ich denke, viele mit ADHS kennen es, dass man eine gute Idee hat, vielleicht sogar für Stunden, aber wenn man sie aufschreiben möchte, ist sie plötzlich weg.
Ganz weg ist sie dann nicht und gefühlt, obwohl sie "weg" ist, noch "unbeschädigt", falls sie einem wieder einfällt (was man lernen zu forcieren kann).

2/

#ADHS #Schreiben #Vergesslichkeit

Für mich ist es heute so, als könnten Informationen in meinem Kopf "verderben".
Sie nehmen dann immer noch Platz weg, sind also nicht weg, aber nutzlos.

Während eine Art "zu vergessen" eher ist, als würde einem ein Zettel unter den Schreibtisch fallen, ist die andere eher, als würde man im Regen schreiben und langsam würde die Tinte immer mehr verlaufen.
Bis nichts mehr lesbar ist.
Aber das nasse Blatt ist trotzdem nicht weiter nutzbar.

3/

Ich habe schon verhältnismäßig geringe Ansprüche an Posts hier auf Mastodon und es kommt auch immer mal wieder vor, dass Threads komplett entgleisen und ich sie auf eine ganz andere Weise fortsetze, als ich ursprünglich vor hatte.

Manchmal fällt mir sogar zwischendurch wieder ein, was ich eigentlich schreiben wollte, aber dann bin ich schon 2 Posts weiter und sehe keinen Anknüpfungspunkt mehr.

Wie in diesem hier, in dem es eigentlich darum gehen sollte, woran ich gerade schreibe...

4/4

("Sammlungen" heißt in dem Kontext, Informationen, die in einem Text vorkommen sollten, mit kurzer Erkärung, was gemeint ist, es ist mir nämlich in der Vergangenheit schon mehrfach passiert, dass ich bei einem Stichpunkt später nicht mehr wusste, was ich damit gemeint habe.

Meine aktuelle ist zum Thema, sich als nicht betroffene Person zur Marginalisierung anderer äußern, unter anderem wegen der Frage, warum sich so viele Männer nicht zum "Fall Ulmen" äußern.
Sie ist noch 4 Seiten kurz.)

(Ich würde mal grob schätzen, dass eine Seite über 30 Posts (mit Begrenzung auf 500 Zeichen) in einem Thread wären, also selbst sehr stark zusammengefasst nicht "Mastodontauglich".)