Tja, es ist auch die Anzahl der vielen kleinen Änderungen, die bei mir dazu geführt haben, dass mein Kopf überlastet ist.

Für Nicht-Autistiys mag sich das seltsam anhören - aber dass wir eine neue Terrasse, ein "neues" Wohnzimmer - unerwartet mit wieder aufgefundener 60er-Jahre Mahagoni-Paneelwand - und deswegen auch ein neues Sofa, bekommen, dazu auch noch zwei Cortenstahl-Pflanzbehältnisse in die Einfahrt stellen und dazwischen ein Tor montieren - diese Veränderungen reichen bereits, damit mein Hirn hohl dreht, weil es mit der Ballung schwer umgehen kann. Und den Urlaub Ende Mai verdränge ich gerade perfekt. ;-)

Meine Mutter sagte mal, ich käme nach meinem Vater - man müsse mich ebenfalls Monate auf neue Situationen vorbereiten.

Sie nahm es als gegeben hin. ;-)

#Autismus #AuDHS

@Erdrandbewohner wenn dein Vater genauso tickt, bist du doch normal, oder?
(Spaß. Wir haben die gleiche Konstellation, es ist gut, es zu wissen.)
Wünsche dir genug Löffel, um die neuen Möbel bald wieder als Dauerzustand zu fühlen.

@Erdrandbewohner ich finde das klingt sehr nachvollziehbar! Gerade das Verdrängen des Urlaubs fühle ich total.

Ich wünsch dir viel Kraft und Ausdauer, dich an all die kleinen Veränderungen zu gewöhnen 🙏

@Erdrandbewohner Hier im Garten hinterm Haus steht eine Forsythie. Die war über die Jahre so groß geworden, dass ich selbst vom zweiten Stock aus den gesamten Weg ( ich beobachte zugegebenermaßen gerne die Nachbarn während ich auf dem Balkon gieße oder ähnliches ) dahinter nicht mehr sehen konnte. Letztes Jahr wurde sie dann komplett bis auf 1m zurückgeschnitten, weil sie inzwischen bei Wind hätte umfallen können. Ich war so glücklich, endlich wieder alles sehen zu können, dass ich zwei Tage kaum funktioniert habe, weil mein Kopf das überhaupt nicht verarbeiten konnte. Eine neurotypische Person kann sowas definitiv nicht nachempfinden.