Im Finanzausschuss sitzen heißt übrigens auch sich erklären zu lassen, dass die bereits zweiten Kürzungen bei den SBRen nicht weiter zurückgenommen werden können, weil man ansonsten nur die Gleichstellungsarbeit ein drittes Mal kürzen könne.

Neoliberales Taubenschach endlevel.

@stillnotlovin

Ach schade, was heutzutage mit (neo)-"liberal" alles so verknüpft wird.

Naja, alles eine Frage der Prioritätensetzung und des Portemonnaies.

Bleib hartnäckig.

@DerAsket drastisch ausgedrückt: wenn ich nicht alle Kinder ernähren kann, dann ist nicht die einzige Wahl eins zu erschießen damit es der Rest es packt. Genau das ist die neoliberale Agenda dahinter. Ein falsches Dilemma zu schaffen, indem man sensible Bereiche gegeneinander ausspielt aber keinen Gedanken über die Anhöhung von Gewerbesteuer etc. verliert oder gleichzeitig Millionen in Fernsehturm und co krachen kann. Nein, nicht “alles” ist heutzutage neoliberal. Aber diese Logik ganz sicher.

Lieb gemeintes splaining: dass das Wort neoliberal mit dem klassischen Liberalismus oder dem Sozialliberalismus nichts zu tun hat weiß man schon seit der Agenda 2010 (also seit ü20 Jahren). Seitdem wird der Begriff mE auch gesamtgesellschaftlich so genutzt.

@stillnotlovin

Vielen lieben Dank für Deine Rückmeldung.

Zum "splaining": Merci, aber es muss zumindest für mich nicht lieb gemeint sein. Ich kann damit wunderbar leben, wenn mir kompetente Menschen Dinge erläutern, die ich im Zweifel noch nicht weiß. So lernen wir hinzu.

Leider führt dieses (man)splaining irgendwie auf ein kommunikatives Abstellgleis. Manche werden vorsichtig, andere schreiben nicht mehr...alles schade. Natürlich verstehe ich auch kompetente Frauen, die keinen Bock auf

1/

@stillnotlovin

"klugscheißende Erklärbären" haben.

Was Du beschreibst (Nicht-in-Betracht-ziehen von Handlungsoptionen) ist in der Tat zutreffend, ob das mit "neoliberal" des Pudels Kern trifft, sei außen vor.

"Alternativlos" ist seit einiger Zeit groß in Mode. Die FDP hatte in den letzten Jahrzehnten sich letztlich auch nur über geringere Steuerbelastung definiert. Die eigentlich richtige Frage ist ja, in welcher Art von Land will man leben? Das müssten sich die Menschen mal fragen.
2/

@stillnotlovin

Höhere Steuern im Vergleich zu anderen Ländern kann ja auch okay sein, wenn man die Einnahmen für Schulbildung positiv bewertet, für besseren ÖPNV, whatever. Aber sich über schlechte Schulbildung beschweren und niedrige Steuern fordern, wirkt zumindest erklärungsbedürftig.

Naja, lange Rede, kurzer Sinn. Danke und weiter so.