Jahrelang mussten wir uns anhören, dass es keine Regeln außer den Emissionshandel im Klimaschutz braucht, weil wenn der Emissionshandel erstmal da ist, regelt das der Markt.

Nun ist der Emissionshandel in seiner Wirkung im Markt angenommen, funktioniert und wer hätte das gedacht? Er soll weg.

🤦

@peterjelinek Ajo, muss man sich nicht aufregen. Klimawandel innerhalb des Kapitalismus zu verhindern, ist unmöglich. Lief immer darauf hinaus.

@wackJackle @peterjelinek Solche Sichtweisen empfinde ich als fatalistisch und wenig hilfreich.

Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit so groß wäre, dass die Zivilisation an Klimawandel und Artensterben scheitern wird, wären dennoch die einzigen klugen Argumentationen diejenigen, welche die verbleibenden Chancen zur Bewältigung vergrößern.

@herdsoft @peterjelinek Dagegen sage ich überhaupt nichts. Jedoch sollte es sich gleichzeitig darauf vorbereitet werden, wenn wir Scheitern. Und auf irgendeine Art und Weise werden wir scheitern. +2°C ist schließlich längst gescheitert. (James Hansen)

Was hilft es sich selbst anzulügen und das ausblenden?

@wackJackle @peterjelinek Auf welches Ausmaß an Klimaveränderung sollen wir uns Deiner Meinung nach vorbereiten? Auf >2°C, auf >3°C, >4°C?

Es ist ganz offensichtlich, dass die Klimawandel aufgehalten werden muss, weil sonst keine Anpassung möglich sein wird.

Jede Argumentation, dass es nicht möglich ist, den Klimawandel aufzuhalten ist Fatalismus.

Wie Stephe Jobs der gegen seinen Krebs Fruchtsäfte trank statt sich einer Chemotherapie zu unterziehen.

@herdsoft @peterjelinek Ich schreibe nicht, dass er nicht 'aufzuhalten' sei. Ich sage, dass wir mindestens +2°C überschreiten werden. Unrealistisch ist mittlerweile fast alles unter +3°C.

Wenn wit uns darauf nicht AUCH vorbereiten, wird alles umso schneller kollabieren. Das nicht in die Risikoabschätzung hinein zu nehmen, ist optimistischer 'Fatalismus'.

Da bin ich lieber vorsichtiger, pessimistischer Realist. Für Risikoabschätzungen die deutlich sinnvollere Haltung.