Als man die Subventionen für Agrardiesel streichen wollte, gingen die Bauern auf die Straße. Heute zeigt sich, dass es weder um das Privileg noch um die Spritpreise ging. Es war ein instrumentalisierter Protest gegen "progressive" Politik.

#depol

@mago War bestimmt nur Zufall, dass die meisten Bauern die damals Wortspenden in die Mikros gaben, "zufällig" alle in der CDU/CSU oder bei den Freien Wählern waren. 😏

Da bekommt "Volksnähe" eine ganz neue Bedeutung.

@mago Und nicht zu vergessen, dass die Union den Bürgern vormacht, künftig könnte jeder einfach mit e-/Syn-Fuel oder Biosprit fahren.
Was die dabei durchweg verschweigen, ist der Fakt dass Sprit dann eher 3-5€/l kostet
@asltf @mago "Die Klimaprotestler haben uns den Sprit unbezahlbar gemacht!1!!11" 🤡
@mago Hat sich eigentlich der Oberbauer Rukwied mit seinen hunderten Hektar landwirtschaftlicher Fläche schon zum Dieselpreus geäußert? Der macht doch sonst immer sehr schnell den Mund auf. #bauernverband #Rukwied #Bauernproteste

@mago

Letztendlich hat wohl Habeck zu gut bearbeitet mit seiner, erm, progressiven Politik. Hätte er die Energiekrise zu Beginn des Ukrainekriegs uns voll gegen die Wand fahren lassen, dann hätten wir vielleicht heute eine andere Einstellung zur e-Mobilität und zur Wärmepumpe.

… von der gerade die Agrarfirmen im Osten profitieren könnten, die haben die riesigen Flächen für Windkraftanlagen.

So haben wir halt die 4 Jahre seitdem nicht sehr progressiv genutzt und sitzen nun wieder in der gleichen Scheiße mit dem Sprit.

Die Bauern sind dabei noch die einzigen, die ihren Sprit selber herstellen könnten. (Ob's sinnvoll ist, ist eine andere Sache…tanken dürften sie ihn meines Wissens legalerweise dann nicht, weil nicht versteuert… sonst könnte man auch gleich mit Heizöl fahren.)

@nielso @mago Das witzige dabei ist doch: Viele der "Bauern" sind Profiteure der Förderung der erneuerbaren Energieen. Die haben ja nicht gegen die Subventionen der erneuerbaren Energien protestiert. Die haben schlicht für ihren Geldbeutel und gegen die liberale Veränderung der Gesellschaft protestiert. DIe haben gegen uns linke, intellektuelle Stadtbevölkerung gemeutert - ganz wie MAGA in den USA.
@nielso @mago Bauern habe ich in Hochkommas gesetzt, weil da viele Unternehmer dabei waren, die nur noch als Alibi Bauer sind. Die verdienen ihr Geld mit dem Verleih von Maschinen, die haben große Solarfelder etc. Und halt noch ein bisschen Grünland, denn EU-Subventionen abgreifen für die Stilllegung(!) von Flächen ist ja auch ein Geschäftsmodell (das ist real, einer der damals Interviewten "Bauern" war ein Bruder von einem Bekannten von mir).
@nielso @mago Das ganze ging als Machtdemonstration gegen die liberale Stadtgesellschaft. Die fuhren ja nicht durch ihre Dörfer, die kreisten 10h lang im Stadtzentrum. Die Aufrufe des Bauernverbandes waren hier in faschistoider Bildsprache etc. Wenn du die aktuellen Wahlergebnisse anschaust: Politisch unterscheiden sich Stadt/Land erheblich. Stadt: 60% rot/grün/Volt etc. Land 65% CSU, FW, AfD. Die Unterschiede werden eher größer als kleiner, das verbindende wird schwächer.
@nielso @mago Das ist auch nachvollziehbar: Die Dörfer werden zunehmend Ödland. Infrastrukturell, von der Bevölkerung her. Leerstand, Landflucht, Überalterung. Mittelzentren wie Bamberg platzen aber aus allen Nähten, werden gefördert etc. Und verändern sich aktuell massiv durch den Zuzug (Studenten, Migranten, Angestellte). Da ist Neid, Abscheu, Verachtung, Unverständnis etc. dabei. Und das wird zunehmend über Abgrenzung zu Feindschaft - von beiden Seiten.

@Montrose @mago

Was die Bauern angeht, so muss man wohl zwischen Ost und West bei uns unterscheiden. Im Osten oft eher Agrarkonzerne mit gigantomanischen Flächen. Im Westen vergleichsweise kleine Betriebe, ich kenne die bei uns in Schwaben überwiegend als Inhabergeführt, da sitzt der Boss selber auf dem Traktor.

Der streitbare YouTuber und Unternehmer Marco Scheel mit seinem ländlichen Unternehmen Nordwolle meinte mal, der größte Unterschied in Deutschland sei zwischen Stadt und Land. In der Stadt wird bestimmt, auch über das Land, von Leuten, die davon keine Ahnung haben.

Man muss allerdings bedenken, dass die Landwirte auf dem Land eine Minderheit sind, d.h. die schwarzbraunen Wahlergebnisse sind nicht durch Landwirte verursacht.

Die Dörfler sind schon lange so, und deswegen sind auch viele, die andere Gedanken entwickelt haben, dort weggezogen.

Hier in Schwaben ändert es sich auf dem Dorf schon, aber nur seeeehr langsam. Im Heimatdorf: Die 14% AfD hingegen waren früher halt 14% Republikaner. 🤢

@mago ...tolle Darstellung...👍
@mago Bringt nix - die, die das damals toll fanden, finden das auch heute noch toll. In der Blase kannst Du sagen: Wir streichen alle Agrar-Subventionen! und sie wählen Dich trotzdem. Solche Sklaven wünscht sich jede Domina ... nein, wenn ich nochmals überlege, dann wünscht sie sich das definitv nicht.
@mago Naja, es ging damals ja primär um „Wir wollen weniger zahlen als die Krankenpflegerin oder der Spediteur.“ Es ist wie immer: Bei Naturkatastrophen oder Kriegen und deren Auswirkungen - „kannste nichts machen“. Aber wehe da kommt progressive Politik ins Spiel - da sind alle auf den Bäumen.