Dieses Sharepic hab ich seit ein paar Jahren, seit #metoo, auf dem Rechner in meinem Meme-Ordner. Ich habs lange nicht mehr gebraucht. Heute hab ich es wieder rauskramen müssen weil ich fast alle Zitate in den letzten Tagen an allen möglichen Stellen zu hören und zu lesen bekam.

#rapeculture ist ein systemisches Problem und wird von der gesamten Gesellschaft unterstützt, aber durch das Machtgefälle dieser Struktur sind nunmal Männer das Problem. Lasst also bitte auch den notallmen-Quatsch.

@svenscholz
Rape culture stammt von der Dominanzpflicht des Systems. Ob Schule, Job oder Freundeskreis, Gewalstrukturen sind überall zur verdeckten Hierarchieerhaltung.

Männer haben null damit zu tun. Sie werden da reingeboren und sind im Fall von Frauenunterdrückung das ausführende Organ.

Jedoch unterdrücken sich alle Menschen im Kapitalismus gegenseitig, unabhängig des Geschlechts.

Männer als das Problem darzustellen ist systemerhaltend. Hierarchien aufheigen und bearbeiten löst das Problem

@haui Was an "Lasst den notallmen-Quatsch" hast du nicht verstanden? (Rhetorische Frage, brauchst du nicht beantworten.)

Natürlich geht es um normativ vorgegebene Dominanzstrukturen. Aber zu der gehören Leute - Männer - die diese Dominanz"pflicht" gern übernehmen, ausüben und behalten wollen. Tu nicht so als ob die dafür nix können.

Geh woanders heulen und nimm deine fragile Männlichkeit gleich mit. Ich hab da keinen Bock mehr, das zum tausendsten Mal wieder von vorn durchzunudeln. Ciao.

@svenscholz
Du übst genau die Gewalt aus, um die es hier geht.
@haui Ja klar. Bin ich ja auch verpflichtet zu. Und kann deshalb garnix dafür. Tschüss.
@svenscholz
Alles klar Herr Obersturmführer.

@haui @svenscholz

1.) Individuelle Verantwortung – Männer können bewusst Unterdrückung ablehnen, Systemzwang ist kein Automatismus.
2.) Aktive Solidarität – Unterstützung von Betroffenen und Aufklärung helfen, Rape Culture zu bekämpfen.
3.) Bewusstsein über Privilegien – Passives Mitlaufen stabilisiert Hierarchien; selbstverantwortliches Handeln ist Teil der Lösung.

@haui

Und daher SIND Männer das Problem - weil wir uns eben *NICHT* gegen das System stellen, obwohl wir könnten.

@DanKen

1. korrekt. Kein einwand von mir. Individuelle verantwortung greift
2. korrekt.
3. korrekt

Da du ernsthafte Argumente anbringst dir erstmal herzlichen Dank dafür. Das weiß ich zu schätzen.

Mein versuch einer respektvollen anderen Perspektive:

Männer sind Objekt zur Unterdrückung da sie von Geburt dazu gezwungen werden oder selbst unterdrückt und zt vergewaltigt werden.

Insofern ja, Männer haben absolut Verantwortung aber nein, das System bzw dessen Besitzer sind das Subjekt

@svenscholz

Komm wir denken das mal zu ende:

Wenn also der Mensch geboren wird, in eine mehr oder weniger gewalttätige Familie, mit mehr oder weniger kompatibler Hautfarbe, mehr oder weniger kompatibler Herkunft, mehr oder weniger kompatibler Neurologie, mehr oder weniger körperlicher Kompatibilität, dann am Ende ist der Mann der unterdrücker.

Wirkt das auf dich logisch?

Und wer das bezweifelt ist ein Nazi.

Kannst du sehen wie wenig das mit einer sinnvollen Debatte zu tun hat?

@haui @svenscholz

Nein, Haui – wir sind mündige Menschen. Systeme entstehen durch unser Handeln und werden von uns aufrechterhalten.

Auch Männer haben Spielräume und können sich gegen problematische Strukturen stellen – tun es aber oft nicht. Dafür tragen wir Verantwortung.

Strukturen erklären Verhalten, aber sie entschuldigen es nicht.

Dem „System“ einfach alles zuzuschieben, greift zu kurz. Wir könnten ja dagegen vorgehen – und durch Nicht-Handeln trägt jeder seinen Teil zur Schuld bei.

@DanKen

Erstmal widerspreche ich nicht deinem Inhalt, aber der Rhetorik. Die ist ebenfalls Gewalt weil sie versucht ohne Inhalte zu überzeugen und damit schlicht der größere Stock statt der besseren Analyse ist.

Zudem spreche ich niemanden von Verantwortung frei. Jedoch ist es nicht der Dieter, der die Regeln macht die Kinder von klein auf zu konkurrenzdenken erzieht. Er ist der ungebildete, misshandelte typ der nie beigebracht kam seine Probleme zu lösen weil er so leichter beherrschbar ist.

@haui

Schau, nur weil ich sage, das jemand für sein Verhalten selbst verantwortlich ist, ist das noch lang keine Gewalt. Außerdem lenkst du vom Thema ab.

Aber egal:

Dass Menschen geprägt werden, bestreite ich nicht. Aber Erklärung ist nicht Entlastung.

Wenn wir Verantwortung nur „dem System“ zuschieben, handelt am Ende niemand mehr anders.

Veränderung entsteht, wenn Individuen trotz Prägung Verantwortung übernehmen – sonst bleibt „Dieter“ nur Opfer, nie Teil der Lösung.

@svenscholz

@DanKen

Frag doch anstatt falsche annahmen zu verwenden. Gemeint habe ich das herablassende "nein, name". Das ist paternalistisch und somit Gewalt.

Wenn das für dich vom Thema ablenken ist wäre also Verhandlung in Beugehaft auch kein Problem für dich?

Und das Argument "System gleich keine Verantwortung" ist ein Strohmann weil niemand sagt keine Verantwortung. Das Argument ist "objekt, nicht subjekt".

Versuch mal mich zu verstehen, statt chauvinistisch davon auszugehen dass du recht hast.

@haui

Deine Worte:

"Männer haben null damit zu tun. Sie werden da reingeboren und sind im Fall von Frauenunterdrückung das ausführende Organ."

Und damit nimmst du den Männern die Schuld, die Verantwortlichkeit. "Die werden da nur reingeboren".

Im übrigen ist "Nein, Haui", einfach nur als Satzanfang gedacht gewesen. Sorry, falls das anders rüber kam. Und ich versuche, dich zu verstehen. Auch wenn deine Argumente mir nicht schlüssig erscheinen.

@DanKen
Danke dass du etwas von der Schärfe rausnimmst. Ich gehe davon aus dass du das aus guten Willen tust.

Mein Argument ist im Kontext zu betrachten. Die Männer haben systemisch keinen Einfluss, deswegen "objekt" nicht "subjekt".

Trotzdem haben sie situationsbezogen verantwortung.

Mein Ziel ist Nuance, nicht Entlastung. Solidarität statt Feindbild. Spaltung ist das Ziel der Herrschenden.

Alexandra Kollontai das gut beschrieben. Willst du mal reinlesen?

https://www.marxists.org/archive/kollonta/1909/social-basis.htm

The Social Basis of the Woman Question by Alexandra Kollontai 1909