Was ist eigentlich, wenn (meist) ein Mann sich weigert, (meist) seine Ehefrau nach Wegfall der Familienversicherung für ihre „freiwilligen“ Versicherungbeiträge aufzukommen? Hat die Frau dann einfach keine Krankenversicherung?
@[email protected]
Das soll doch nur für künftige Ehen gelten? Und ich wüsste auch gern, ob meine Schwester (die Beamtin) für ihren Mann (der vor Covid ein Gewerbe angemeldet hatte, um ein Einkommen zu haben, um sich selber krankenversichern können, das aber wegen Covid zum Erliegen kam) krankenkassenbeiträge zahlt, oder ob er jedesmal, wenn er zum arzt will, sie vorher fragen muss, ob sie eine behandlung als privatpatient bezahlt.
@Life_is Das ist ja alles noch in der Diskussion, aber ich habe es so verstanden, dass es für alle Ehen gilt. Für künftige nur die Abschaffung des Ehegattensplittings. // Die Konstellation ist interessant. Der Mann kann nicht zum Sozialamt, wegen des Einkommens seiner Frau. Wenn er nicht in die Rentenkasse eingezahlt hat, bekommt er auch keine EM-Rente. Er muss sich also selber versichern (wir haben ja Versicherungspflicht!) und zwar wo er zuletzt versichert war, also als Selbstständiger ggf. >>
@Life_is >> in der PKV. Wenn seine Frau ihm das nicht bezahlt, häuft er Beitragsschulden an und erhält keine Versicherungsleistungen, bis diese Schulden getilgt sind, was er ja nicht kann, wenn er nicht arbeiten kann. Falls er in Privatinsolvenz geht, hilft ihm das nicht weiter, da ja danach sofort neue Schulden entstehen. Das ist so einer der Glitches im System, die ich befürchte, je nachdem, wie die Reform konkret ausgestaltet wird.
@[email protected]
ich denke meine Schwester ist ein kontrollfreak und ich hätte vielleicht Mitleid mit ihm, wenn er mich nicht bedroht hätte. ich halte das für eine co-Abhängigkeits-beziehung. (arbeiten kann er ja: unbezahlte care-arbeit. er kümmert sich um den haushalt und den hund.)
@zombiecide@Life_is Sowieso. Und bei der Gelegenheit alle Ausnahmen streichen. Alle sind automatisch versichert und beziehen grundsätzlich Leistungen. Punkt. Dann gucken wir, dass diejenigen, die zahlen können, auch zahlen und sanktionieren Zahlungsverweigerung anders als mit Leistungsentzug. Ich bin mir sicher, ein solches System würde auch sehr viel weniger kosten, da Teile der Bürokratie wegfallen. Was zum Beispiel Sozialamt, RV und KV untereinander ständig verrechnen, ist im Grunde absurd.