wie groß ist der wohl kreis der leute noch, die sich noch mühe geben, in einer evidenzbasieren wirklichkeit zu leben?

#verdrängungsgesellschaft.

es wird ihnen aber auch so leicht gemacht, es nicht zu tun?

afd, cdu, nius, welt, bild und co nehmen nicht deswegen so ein netzwerkzentralen status in unseren debatten ein, weil sie so reichweitenstark sind.

sie bieten pfadalternativen zu einer bedrückenden realität, die es erforderlich machte, zu handeln.

verdrängung wird materiell "erlaubt".

hier, wie es funktioniert:

verdrängung ist ein prozess, der ständige reaktualisierung erfordert, denn durch die "kognitive dissonanz" (spread zwischen erwareteter wirklichkeit und materieller realität) sucht die "identity protective cognition" ständig nach erlaubnisstrukturen, um den eigenen pfad nicht verlassen zu müssen.

auf diesem fulcrum leveragen verdrängungsmedien. nicht um leuten propaganda "reinzupumpen", sondern um immer neue pfadgelegenheiten zu providen, verantwortung zu bypassen.

und da ich kein freund der "kognition" bin, hier ein paar besser passende, nicht individualistisch metaphysische begriffe:

die "kognitive dissonanz" ist eher eine erwartungs-dissonanz, die "identity protective cognition" ist in wirklichkeit die suche nach "path protective pathopportunities".

wir müssen einfach mal weg, von dem psychologisieren. dass die leute nicht die realität akzeptieren wollen, liegt nicht an ihrer "psyche", sondern daran, dass sie was zu verlieren haben. und weil sie sich als individuen erzählen, die den erfolg ihrer handlungen auf sich selbst zurückführen, und ihre ziele und pläne unabhängig ihrer verdrängten infrastrukturen machen und weil es auch kurzfristig rein materiell sinn macht, auf alles zu scheißen …

deswegen müssen wir als menschheit jetzt sterben.

und das ist nur ein beispiel unter vielen, die ich im "relationalen materialismus" mache, warum es sinnvoller ist das individuum aufzugeben und das "subjekt" stattdessen immerschon in einer pfadtopologie zu verorten.
@mspro Vielleicht sei kurz die Bemerkung gestattet, dass es mit reiner Logik nicht möglich (oder nahezu unmöglich) ist, die Komplexität menschlichen Lebens zu erfassen. Deswegen ist die Logik, die zur Misantropie und Ausrottungsphantasien führt (ausser im theoretischen Modell) immer falsch.

@padeluun @mspro
ich denke schon.
hierfür muss aber die theorie ausreichend komplex und das angewendete modell ausreichen nah der realität verortet sein.

was el padel vllt meint ist:
"don't fall in love with a model .."
auch wenn dies ggf. komfortabel, und unter beschränkter betrachtung der sache ggf. logisch sein könnte .
.
mit betonung auf ö

@aiquez @padeluun

das ist alles richtig, aber was ihr nicht bedenkt: ihr denkt bereits in einem modell. das "individuum" ist das "default" modell, weswegen es euch das auch nicht auffällt. aber dieses modell zerstört gerade die welt.

das modell das ist anbiete steht dazu in konkurrenz und in anbetracht der situation scheint es mir der derzeit beste ausweg.

@padeluun @mspro
Logik ist ein Werkzeug unter vielen. Um mit der Welt einigermaßen zurechtzukommen, benutze ich noch mindestens Empathie, Imagination, und Lachen.