Ein Jahr Wärmepumpe!!! Und dann so ein knalliger Winter. Besser konnte es ja nicht sein, die Leistungsfähigkeit der Technologie direkt zu erleben.

Hier ist mein Bericht inkl. 1:1-Vergleich mit dem letzten Erdgas-Jahr.

Wenn dich noch Daten interessieren: lass es mich wissen, ich klappe für dich geren Home Assistant auf.

https://mitkaracho.de/posts/2026/waermepumpe-das-erste-jahr/

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Wärmepumpe statt Gas: Das erste Jahr mit der Wolf-Wärmepumpe

Am 28. März 2025 ging unsere Wärmepumpe in Betrieb. Ein Jahr später ziehen wir Bilanz. Das Ergebnis überrascht, besonders wenn man den härtesten Winter seit 2012 einrechnet.

@hasenfarm wieder eine schöne Zusammenstellung deiner Werte. Wie fährst Du die Wärmepumpe? Ich steuere unsere Temperatur im Haus über die die Außentemperatur, die Heizkurve und die Wunschtemparatur im Haus. Ich mache keine Nachtabsenkung. Da wir im Bad eine leichte höhere Temperatur haben wollen, im Schlafzimmer tiefer, ist die Durchströmung der FBH hier angepasst. Dies sorgt für eine gleichmäßige Temperatur von 21°C im Ganzen Haus. Die Termostate in den Räumen stehen auf Max.
@klarekante @hasenfarm mit oder ohne PV am Dach? Da könnte gerade in der Übergangszeit eine kleine Nachtabsenkung viel Akkukapazität und/oder Netzbezug einsparen. Zudem sinkt in der Nacht nicht nur die Außentemperatur, sondern damit auch der jeweils erzielbare COP.
@hannes99 @hasenfarm mit PV, ist jedoch in den geschriebenen Monaten nicht relevant, weil in der Mitte von S-H nichts relevantes mehr zu erzielen ist.
Bei einer Nachtabsenkung entleert sich der Akku / das Haus, wo die Wärme in den Wänden und bei einer FBH im Boden speichert wird. Das muss am Morgen wieder eingespeichert werden muss, d.h. die WP muss mehr arbeiten. Aus meiner Sicht ist dies ungünstiger.

@klarekante @hasenfarm nur dass die schon vorhandene Gebäudehülle ein völlig kostenloser Speicher ist und das Argument mit dem höheren COP tagsüber ist ja auch nicht von der Hand zu weisen. Hinzu kommen bei Batteriespeichern noch Speicherverluste von etwa 15%.

IMHO sollten Batteriespeicher nur so groß ausgelegt werden, dass sie den Restenergiebedarf decken, ohne Heizen.

Ich habe zwar selbst nur eine WHG und ein Balkonkraftwerk, erzielte aber bereits im Januar wieder fast so viel wie im Sommer.

@klarekante @hasenfarm ja, in 2-3 der Wintermonate mag der PV-Ertrag einer 15+ kWp-Anlage keinen großen Unterschied bei der Deckung des Energiebedarfs der Wärmepumpe machen, dafür aber in den restlichen 5 Monaten der Heizperiode.
@hannes99 @hasenfarm korrekt. Da werde ich eine andere Strategie fahren. Frühjahr und Herbst: In den Stunden 11:00 bis 14:00 Uhr Wärme produzieren und den Strom-Speicher nicht bedienen. Der soll in den umliegenden Stunden geladen werden. Im Sommer wird dann nur Warmwasser erzeugt und auch nur noch einmal am Tag. Im Winter habe den Wasserbereich 3x am Tag auf 52°C aufgeladen. Im Sommer liege ich bei 65°C, weil ich genug von der Sonne bekomme.
@hannes99 @hasenfarm nochmal zur Klarstellung: ich habe das Haus als Akku bezeichnet, das Wärme speichert. Ich verfolge die Strategie, dass ich immer auf der Ziel-Tempartur bin und nicht am Tag wieder auf den Wert kommen muss. Auch soll die WP möglichst keine Takte machen und gleichmäßig laufen.
Der Strom-Akku sorgt dafür, dass wir in der Zeit von März bis Oktober/November autark sind.
Die Autos bekommen auch kein Strom aus dem Akku und lediglich PV-Überschuss im Sommer, sonst halt Netzbezug.

@klarekante @hasenfarm

"nochmal zur Klarstellung: ich habe das Haus als Akku bezeichnet"

Was ich ja auch so verstanden und im Folgekommentar bestätigt hatte. Nur schlägt "Eh da"-Speicher (vglw.) teuren Batteriespeicher, der bessere COP tagsüber bei höheren Außentemperaturen kommt ergänzend noch hinzu.

Und wenn man tagsüber für "x" Stunden durchheizt, dann kann man die Wärmepumpe eigentlich sogar mit weniger Taktungen fahren, entsprechende Steuerung vorausgesetzt. Im besten Fall mit <365/Jahr

@hannes99 @hasenfarm völlig richtig. Ich versuche pro Tag nur ein Takt zu bekommen. Aktuell habe 2 bis 4 Takte am Tag. Ich bin für jeden Hinweis danke, wie ich im Herbst, Winter, Frühjahr auf einen Takt pro Tag komme. Aktuell komme ich nicht weiter runter. Ich kann im nächsten Winter mal eine andere Strategie versuchen.
@klarekante @hasenfarm naja, mein Vorgehen wäre (je nach Dämmstandard) bis auf 2° C. über Zieltemperatur zu heizen und dann bis zum nächsten Tag um beispielsweise 9 oder 10 Uhr abzuschalten. Wärmepumpen mit Invertersteuerung könnten zudem leistungsgeregelt werden. Da nur Wohnung fehlt mir aber natürlich in dieser Sache die eigene Praxiserfahrung und wie euer Warmwasserspeicher genau abgestimmt ist, weiß ich natürlich auch nicht.
@hannes99 @hasenfarm das habe ich im November 2025 als Einstellung gehabt. Der Verbrauch war höher als im Dezember 2025 mit dem Dauerbetrieb. Die Optimierung mit der Anpassung der Steigung oder der Parallelverschiebung der Heizkurve war bei mir besser. Und eine FBH ist auch viel träger im Verhalten als die Heizung der Raumluft.

@klarekante dass der Verbrauch höher war, kann ich mir grundsätzlich schon vorstellen, wenn ein (kurzzeitig) wärmer geheiztes Gebäude auch (prozentual) mehr abstrahlt. Es kommt ja außerdem auch darauf an, wie und für welches Heizverhalten die Wärmepumpe dimensioniert wurde und ob du, weil du ggfs. einen warmen Fußboden schätzt, ggfs. entsprechend nachreguliert hast.

Aber es geht ja nicht nur um die Menge an verbrauchten Strom, sondern auch darum, woher dieser stammt?

@hasenfarm

@klarekante @hasenfarm außerdem sprichst du ja gerade vom Kernwinter, wenn also Photovoltaik ohnehin keinen großen Unterschied machen dürfte, und nicht von der Übergangszeit. Zumindest hier bei mir war der November zudem sehr verregnet und brachte weniger Solarertrag, als der November.

Gleichwohl nehme ich deine Erfahrungen zur Kenntnis und werde sie berücksichtigen, wenn einmal meine eigenen mit einer Wärmepumpe anstehen. Vielleicht schon sehr bald, in Form einer simplen Klima 😉