"Milliardenverlust bei der Bahn"

Da bleibt nur die alte Frage, wie viel Gewinn die deutschen Autobahnen eigentlich so abwerfen?

Und falls man dann weiterliest, stehen da Sätze wie:

"Hauptgrund dafür seien Wertminderungen bei der Unternehmenstochter DB Fernverkehr in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro."

und

"Der Verkaufserlös (der gewinnbringenden Logistiktochter DB Schenker) ging nahezu ausschließlich in den Abbau des hohen Schuldenbergs, der dadurch im vergangenen Jahr laut Bahn um knapp 12 Milliarden auf jetzt 20,7 Milliarden Euro abgebaut werden konnte."

Außerdem:

"Der Konzern machte eigenen Angaben zufolge operativ, also vor Zinsen und Steuern (Ebit), einen Gewinn von 297 Millionen Euro - in dieser Rechnung sind es erstmals seit Jahren wieder schwarze Zahlen. Der Umsatz stieg zudem um rund drei Prozent auf 27 Milliarden Euro."

Die Überschrift hätte also auch ganz anders lauten können..

"Bahn wieder im Aufwind: Neue Impulse und Schuldenabbau"

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-bilanz-milliardenverlust-100.html

Fernverkehr brockt Deutscher Bahn 2025 Milliardenverlust ein

Mehr Menschen nutzen die Deutsche Bahn, trotzdem hat der Konzern im vergangenen Jahr unter dem Strich erneut tiefrote Zahlen geschrieben. Bahnchefin Palla sieht aber eine Trendwende.

tagesschau.de
@vonfriedland Das Problem ist, dass das Konzept "Gemeinnützigkeit" seit dem Privatisierungswahn der 1980er nicht mehr verstanden wird. Sie beklagen aber gern, dass alles teurer wird .... @maikek
@Trojaner @vonfriedland @maikek
Die Art der Privatisierung war auch falsch.
Schienennetz sollte staatlich sein.
Darauf verschiedene private Anbieter für Transport: DB, FlixTrain, ...
@werdenfels @vonfriedland #ichbinsoalt Ich kenne die Bahn noch als Erfüllung eines Grundbedürfnises der Bevölkerung durch den Staat – Da funktionierte sie noch!
@Trojaner @vonfriedland ja, aber das ist im Wesentlichen die Infrastruktur. Bei Allem: Straßen, Schienen, Wasserversorgung, eigentlich auch Stromnetze, ...
Ob ich auf den Schienen mit DB, Arverio, Alex oder FlixTrain fahre, ist mir egal. Da belebt Konkurrenz das Geschäft. Private Anbieter sind meist auch besser als die Bahn.
@werdenfels Du irrst! Durch die Privatisierung wurden die Dienstleistung nicht besser, sondern schlechter und von allem teurer! Post, Gas, Wasser, Scheisse – Wohnen ist schier unbezahlbar, es gibt kaum noch gemeinnützigen Wohnungsbau. Alles wurde an Konzerne verkloppt. Die wollen vor allem Profit. Das Verkloppen der Bahn wurde nach Protesten gestoppt – da war sie leider schon "fit gemacht für die Börse": Kaputtgespart.
@Trojaner sagen wir mal, wir zwei haben verschiedene Meinungen (stimmen aber in Vielem überein).
@werdenfels Nein, Privatisierung hat die Bahn in D kaputt gemacht. Privatisierung ist immer auf Rendite aus, da spart man an deb Investitionen, die für den Unterhalt dringend nötig sind, aber so geht die Infrastruktur kaputt. @Trojaner @vonfriedland
@hiker @vonfriedland @Trojaner
Es war das verkrampfte zusammenhalten von Bahn und Schiene. Im Moment ist die schlechte Infrastruktur das große Problem. Die sollte der Staat in Ordnung halten und nicht auf Profit schauen. (Wieviel Profit werfen eigentlich Autobahnen ab?)
@werdenfels Was heisst "verkrampftes Zusammenhalten"? Und "der Moment der schlechten Infrastruktur dürfte sehr länger dauern. Und klar: Der Staat soll bitte bezahlen, die Privaten sollen profitieren - du meinst das?
Nein, Privatisierung ist der falsche Weg.
@vonfriedland @Trojaner
@hiker @vonfriedland @Trojaner
- LKW sind auch nicht staatlich.
- Ich bin mit nicht-DB-Zügen (z.B. Arverio) zufriedener als mit der Bahn. Service ist besser.
@werdenfels
Das Rosinenpicker-System funktioniert halt nicht auf Dauer. Grundversorgung ist kein Thema für Privatisierung.
Man müsste doch ein bisschen die Zusammenhänge beachten, mein Lieber. @vonfriedland @Trojaner
@hiker @vonfriedland @Trojaner
Wir haben halt unterschiedliche Ansichten. Man muss dem Anderen nicht gleich unterstellen, dass er Zusammenhänge nicht versteht.