Die Stadt #Karlsruhe sucht eine:n "Abteilungsleiter*in Straßenverkehr".

Was verlangt wird:

"Sie verfügen über ein wissenschaftliches Hochschulstudium oder einen Masterabschluss der Fachrichtung Jura oder Verwaltungs-/Wirtschafts-/Sozialwissenschaften[...],
Fachkenntnisse: Mit Ihrem umfangreichen und fundierten Fachwissen, insbesondere im Ordnungs- und Verwaltungsrecht, [...]"

Vielleicht bin ich naiv; aber ein wenig Wissen über Verkehrsmanagement wäre sinnvoll, oder?

https://karlsruhe.bewerbung.dvvbw.de/11525-abteilungsleiter-in-strassenverkehr/de/job.html

Abteilungsleiter*in Straßenverkehr

Bewerbungsportal
@isAutonomous typischer verwaltungskosten. der job ist nicht mit Sachlichkeit und Fachlichkeit verknüpft.

@isAutonomous ist halt typisches politikerding. studierst politik oder jura, kannst jeder minister werden.

(to be fair: ich arbeite ja auch seit 20 jahren ohne Abschluss in der IT und leute halten mich für Experte :D )

@cy Vor 20 bis 30 Jahren waren die meisten in der IT Quereinsteiger. Ich bin selbst auch einer. Heutzutage ist das nicht mehr so einfach, da es genug ausgebildete/studierte auf dem Markt gibt.
Verkehrsmanagement und Verwaltungen gibt es ein paar Jahre länger als IT und es sollte ausreichend Fachkräfte mit Wissen im Verkehrsmanagement geben. Hoffe ich jedenfalls.
@isAutonomous @cy Heute muss man in der IT einmal Glück haben, dass man als Quereinsteiger in ne Firma rein kommt und danach ist jeder Abschluss egal

@cy
Das ist doch keine politische Stelle. Die fangen erst ab Dezernatsebene an IMO.

Hierbei geht es halt größtenteils um rechtliche Fragen. Ich seh das nicht so kritikwürdig wie @isAutonomous .

Als Beispiel: Ich glaube Leute die weg.li benutzen sind ganz dankbar, wenn die Person in Führungsposition direkt sagen kann dass es keine datenschutzverstoß ist, bei weg.li Bilder von parkenden Autos zu machen.

@dujmovivo
Nach über 30 Jahren Berufserfahrung kann ich sagen, das Stelleninhaber:innen, die nur Kenntnisse über ihre eigene Stelle haben, sehr anstrengend sind. Gerade wenn es Führungspositionen sind. Grundlegende Kenntnisse über Gebiete, die von der eigenen Stelle betroffen sind, sind sehr hilfreich.
@cy

@isAutonomous nach unter 30 Jahren Lebenserfahrung stimme ich dir zu!
Meine Auffassung ist aber, dass Ausschreibungen garnicht das Ziel haben, ein perfektes Profil einer Person zu definieren sondern das Aufgabenprofil.

Es wird sicher vom Personalausschuss positiv bewertet wenn die Person schon lange Erfahrung im Verkehrswesen hat - die Anforderung ist das aber nicht.

Ich finde zurecht.

@dujmovivo Eine gute Stellenausschreibung ist wichtig und fair gegenüber den Bewerbern. Und sie zeigt auch das Selbstverständnis der Firma (in dem Fall der Verwaltung) gegenüber der ausgeschriebenen Stelle.
Ich sehe die Stellenausschreibung weiterhin kritisch.
@isAutonomous @dujmovivo Ich habe noch keine Stellenausschreibung für den öffentlichen Dienst gesehen, die so wirkte, als ob sie auf die Stelle passt.
Ich schaue mir zugegebenermaßen hauptsächlich stellen im Bereich digitale Barrierefreiheit an, aber 1. der Zwang zum akademischen Abschluss und 2. Fachkenntnis des eigentlichen Bereichs nur als "interessiert an" anzugeben und 3. meist juristische Kenntnisse als wichtigsten Skill zu erwähnen sind Dinge die sich immer wiederholen.
Elfenbeinturm.

@MoritzGlantz @isAutonomous Ok danke euch beiden für die Perspektive. Ich überdenk meine Position nochmal.

Bei dieser konkreten Stelle werde ich mich jetzt definitiv nicht einmischen aber das Thema Drang zum akademischen Abschluss und "über"akademisierung sehe ich ebenfalls als ein Problem. Und das hängt wie du mich zurecht darauf hinweist mit dem Fokus auf Jura in Führungspositionen zusammen.

@isAutonomous Verwaltung ist gefragt, nicht Innovation.
@isAutonomous Doch kein Einstellungsstop bei der Stadt?
@tencate War auch mein erster Gedanke. Manche Stellen müssen wohl besetzt werden.
@isAutonomous Der Tröt ist unverständlich . Der oder die Abteilungsleiterin für Straßenverkehr in einem Ordnungs- und Bürgeramt, das für Bußgeldbescheide, Fahrverbote, Führerscheinvergabe usw. zuständig ist, sollte wohl besser etwas mehr juristische Kompetenz und wesentlich weniger Kompetenz in Verkehrsmanagement haben. Und warum nun ausgerechnet Verkehrsmanagement und nicht -planung erschließt auch nicht.
@raumplanerkl Von mir aus auch Verkehrsplanung. Aber jedenfalls etwas Ahnung von dem Gebiet.
Ich bin seit 15 Jahre ehrenamtlich in der Kommunalpolitik tätig und habe immer wieder mit Verwaltungen zu tun. Das ist wirklich anstrengend.
@isAutonomous Es geht um eine Stelle im Bereich des Straßenverkehrsrechts (Bußgelder, KFZ-Zulassung usw.). Was sollen da Kenntnisse bspw. in Planung von Knotenpunkten, Regelbreiten und Konzeption von ÖPNV in irgendeiner Form helfen? Die Person muss sich in dem Fachbereich auskennen und rechtssichere Bescheide erstellen. Kenntnisse in Verkehrsplanung sind auf dem Posten irrelevant. Ich brauch auch keinen Kollegen in der Verkehrsplanung, der mir was von Führerscheinentzug erzählen kann.
@raumplanerkl Mir ist schon klar wo die Stelle angesiedelt ist.
Ich bin in der IT und habe viel mit Menschen aus HR, Finanz usw zu tun. Die Ergebnisse sind fast immer besser, wenn es dort Menschen gibt, die auch grundsätzliche Ahnung von IT haben. Genauso wie ich gewisse Ahnung von HR, Finanz usw habe.
@isAutonomous wer glaubt der Posten ist nicht intern schon lange vergeben, werfe den ersten Stein.....
@isAutonomous
Tja, ein(e) Praktiker:in hätte schon bei S21 geholfen. 🤔
@isAutonomous Die Auto-Lobby wird da schon ein gutes Briefing geben.

@isAutonomous

Nunja, wir haben ja auch einen #Blackrock Manager als #BundesKanzler gewählt wegen seiner #WirtschaftsKompetenz

@maexchen1 @isAutonomous ein Stück weit geht es schon auch um die Planung, weil Straßen ja gewidmet werden müssen, insofern ist Erfahrung schon wünschenswert. Aber primär stimmt schon, dass die Stelle sich um rechtliche Belange der Straßenordnung kümmert.
@BecherMax
"Erfahrung wünschenswert" oder entsprechend (z.B. Weiterbildung in dem Bereich): Genau darum geht es mir.
@maexchen1