Nun bin ich endlich dazu gekommen, mir die #maithink Sendung über #MECFS anzugucken.

Falls du hier und da schon von ME/CFS gehört hast (z.B. bei mir) aber noch nicht so richtig verstehst, was es damit auf sich hat oder was ein Crash ist: Hier wird's sehr kompakt erklärt

https://www.zdf.de/play/shows/mai-think-x-die-show-102/maithink-x-long-covid-mecfs-100

Long Covid & ME/CFS – Blackbox der Pandemie

Die Pandemie ist für die meisten vorbei, aber für über Hunderttausende in Deutschland ist sie es nicht. Sie leiden unter den Spätfolgen ihrer Corona-Infektion.

ZDF
@ennopark Als Ergänzung hier eine Kritik dazu. Ich kenne mich nicht aus in dem Thema, nur als Zusatz: https://youtu.be/WK18Nwd7pNY?is=h47GFE5i383JD6O3
RE: MaiThink über ME/CFS ⁨@maithinkx⁩

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@icorn Die Aussagen von Hegedüs sind teilweise falsch. PEM ist sehr wohl das Leitsymptom. Das denkt sich weder Mai Thi noch ich aus, das steht so in den diagnostischen Leitlinien der Fachgesellschaft und ist international anerkannt. Und es stimmt so nicht, dass PEM bei allen möglichen Erkrankungen auftritt, insbesondere nicht bei Depression, wie Hegedüs behauptet. Ja, ME/CFS ist schwer zu diagnostizieren, und zwar per Ausschlussverfahren. Es wird geguckt, ob deine Symptome zu ME/CFS passen >>
@icorn >> und dann wird nach allen möglichen anderen Erkrankungen gesucht, die diese Symptome auch noch verursachen könnten. Erst wenn alles andere ausgeschlossen wurde, bekommst du die Diagnose ME/CFS. Das ist sehr aufwendig und langwierig, vor allem. Wenn du zum Arzt gehst und sagst: "Ich habe schmerzen im linken Arm, könnte das ein Herzinfarkt sein?" wird dein Arzt nicht sagen, oha, da hat sich einer einen Herzinfarkt selbst diagnostiziert, der spinnt bestimmt, sondern untersuchen, ob du >>
@icorn >> wirklich einen Herzinfarkt hast. Das passiert bei ME/CFS ganz oft nicht. Ein teil behauptet, die Krankheit gebe es nicht (obwohl von der WHO seit 1969 angerkannt) und ein weiterer Teil glaubt dir einfach nicht. Hegedüs stellt die Forschung von Scheibenbogen in Frage, was schon steil ist angesichts der Tatsache, dass er ein Youtube-Arzt ist und sie eine Charité-Professorin, die seit Jahrzehnten an ME/CFS arbeitet. Wenn sie sagt, dass sie in Richtung Autoantikörper forscht, dann weil >>
@icorn >> es Hinweise darauf gibt, dass Autoantikörper eine wichtige Rolle spielen könnte. Insbesondere weil das (verschweigt Hegedüs) das schon im Experiment gezeigt wurde, dass es einem großen Teil der Patienten nach einer Apharese besser geht. Leider kann man damit aber ME/CFS nicht heilen, weil die Autoantikörper zurückkommen und die Wirkung nur etwa 3 Monate anhält. Ja, die Autoantikörper-Hypothese ist umstritten, aber das sind halt gerade alle Hypothesen. Diese Umstrittenheit und das >>
@icorn >> Verfolgen verschiedener Ansätze ist ja nun gerade das, was Wissenschaft ausmacht. Hegedüs kritisiert also, dass Scheibenbogen diesem Ansatz folgt, gleichzeitig fordert er aber, das dem psychiatrischen Ansatz gefolgt werde. Hegedüs legt da also zweierlei Maßstäbe an. Das Problem mit dem psychiatrischen (bzw. psychosomatischen) Ansatz ist, dass die meisten Patienten ME/CFS in Folge einer Virusinfektion bekommen. Wenn du rote Punkte im Gesicht bekommst, weil du Masern hast, käme >>
@icorn >> niemand auf die Idee, dass deine Krankheit psychisch bedingt ist. Auch bei mir war es so, dass ich krank wurde (mit eindeutig und belegtem postiven Corona-Test), und mich davon einfach nicht wieder erholt habe und seitdem dauerkrank bin. Dadurch ist eine psychische Ursache zwar nicht ausgeschlossen, aber sehr unwahrscheinlich oder? Insbesondere, wenn diese Krankheit plötzlich massenhaft nach einer Virus-Pandemie auftaucht. Natürlich kann und sollte auch psychiatrische Forschung >>
@icorn >> betrieben werden, aber der Witz ist: Das wird sie. Das wäre alles egal, wenn der psychosomatische Ansatz nicht dazu führen würde, dich mit Sport und Verhaltenstherapie zu behandeln. Was (das wurde im Mai-Think-Video ja auch anschaulich erklärt) dazu führt, dass die Patienten immer kränker werden. Wir haben also eine Krankheit, bei der wir beobachten, dass eine Behandlung, die auf einer bestimmten Hypothese basiert, die Patienten noch kränker macht – was ist dann von der Hypothese >>
@icorn >> zu halten? Eigentlich könnte man das Video unter "Weiß er halt nicht besser" verbuchen, aber am Ende wird es perfide. Da unterstellt er der Mai-Think-Redaktion, journalistisch unsauber zu arbeiten (wofür er besser Belege haben sollte) und unterstellt den meisten Patienten, diese Krankheit eigentlich gar nicht zu haben, nur beim wirklich Schwersterkrankten gibt er gönnerhaft zu, dass er wohl "ein Problem" habe. Dann redet er noch den "einflussreichen Lobbygruppen" und landet damit >>
@icorn >> vollends in der Verschwörungstheorie. Mit anderen Worten: Hegedüs betreibt selber beim Thema ME/CFS genau die Schwurbelei, die er beim Thema Impfung und Corona anderen vorwirft. Ich habe dann noch (sehr sehr oberflächlich) recherchiert und gesehen, dass er sich bereits einen entsprechenden Ruf in der Community erarbeitet hat. Dass er immer noch GWUP-Mitglied ist, passt leider nur zu gut ins Bild. Ich rate davon ab, seine Videos anzusehen. Die Gefahr der Desinformation ist leider zu >>
@icorn >> groß. Um ME/CFS tobt derzeit eine Art Kulturkampf um die Deutungshoheit der Krankheit. Wenn man anerkennt, dass ME/CFS eine langfristige Folge von Covid-Infektionen trotz Impfung sein kann, wird unser ganzer Umgang mit Covid, das Laufenlassen und Beenden der Infektionsschutzmaßnahmen, in Frage gestellt. Deshalb ist es wichtig, ME/CFS als psychosomatische Erkrankung zu framen. Hegedüs hat sich (warum auch immer) entschieden, seine neutrale Position zu verlassen und sich auf einer >>
@icorn >> Seite in den Kulturkampf zu begeben. So, EOT, sorry für die lange Antwort, aber das musste jetzt sein.