Um ein paar Einblicke zu teilen: Unabhängiger OB-Kandidat (in #Freiburg) zu sein, ohne Parteiapparat und zusätzliche personelle, finanzielle, zeitliche und sonstige Ressourcen, bedeutet, nachts lange Fragenkataloge und Anfragen abzuarbeiten, weil Beruf, sechsköpfige Familie und Ehrenamt wenig Spielräume bieten.
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Das gilt auch für alle Pressetermine, Podien, die man als (unabhängiger) OB-Kandidat hat: Es gibt kein Briefing von Teams, Expert*innen, sondern eigene Recherche und Austausch mit dem Umfeld, nebenbei. Plakate, Flyer, Stände, Social Media… läuft allein oder auf familiärer und Freundschaftsbasis.
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Weil ich in den letzten Monaten öfter die Forderung und den Anspruch "fairer Wahlen" gehört habe und Wahlen als tragende Säule der Demokratie verstanden werden, lade ich (besonders den Journalismus) ein, zu beleuchten, wie fair so eine OB-Wahl tatsächlich ist bzw. zu klären, was "fair" bedeutet.
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Wenn ich als unabhängiger Privatperson 1000€ investiere, andere 30-40 000€ investieren oder von Parteien und Netzwerken bis zu 100 000€ oder deutlich mehr erhalten, stellt sich die Frage, welche Rolle Geld in einem grundlegenden demokratischen Prozess spielt? Wie viel Demokratie bleibt übrig?
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Wer kann sich eine Kandidatur leisten? Wer/Was bestimmt die Kandidat*innen-Auswahl? Es gibt hier noch unzählige Fragen, die es zu stellen und diskutieren lohnt. Möchte damit eine Debatte anstoßen, die aus demokratischer Sicht notwendig ist. Bestenfalls werden Lösungen entwickelt, die diese Probleme angehen. Das ist kein Freiburger Problem. Das gilt deutschlandweit.
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@dejan

Wir haben aber alle in der Schule gelernt, dass ein Zensuswahlrecht unfrei sei. Also musste man sich mehr Mühe geben, damit es als breiter legitimiert empfunden wird.