Wie sehr wir alle indoktriniert sind, zeigt sich, finde ich, am deutlichsten in der Tatsache, dass dieser Planet (und dieses Land) genug produziert, um alle Menschen darauf (darin) mit Lebensmitteln, Wohnraum, Kleidung, Gesundheitsversorgung und Erziehung zu versorgen, aber wir einen solchen Zustand nicht erreichen *wollen*, weil es hieße, dass einige etwas abgeben müssten.

Und das nennen wir dann "Freiheit".

@mina
Es ist deutlich schlimmer: Selbst wenn niemand etwas abgeben muß, scheitert es daran, daß dann jemand etwas bekäme.
Das Ausmaß an Neid selbst bezüglich durch absolute Erniedrigung verdienter Almosen ist im Wortsinne unfaßbar.

@rainergb

Ja. Das regt mich fast am meisten auf.

Man gönnt Ärmeren nicht mal das schwarze unter dem Fingernagel.

@mina
Die Frage ist nicht, warum sich Menschen radikalisieren, sondern warum es so wenige sind.

Aber ich glaube, das Wohlergehen als Gruppe spielt für viele einfach keine Rolle. Gar keine. Diese Vorstellung existiert einfach nicht. Und dann ist es halt auch egal - dann wählt man halt AfD oder FDP oder CDU weil, kann man ja nie wissen, vielleicht wird man ja dadurch besser gestellt. Besser als heute, besser als andere, aber zumindest besser als die, die den Preis dafür zu zahlen haben.

@rainergb ich konnte mir vorstellen, dass Problem daran ist, dass man Gruppen als einzelner Mensch nur bis zu einer gewissen Größe mental erfassen kann.
Klar kann man sich Sachen theoretisch herreden, aber ein Gruppengefühl mit Menschen zu entwickeln, die man als völlig anders als man selbst ist empfindet, übersteigt den Horizont vieler homo sapiens. Was wahrscheinlich normal ist. Evolutionsbiologisch betrachtet. Wir sind nicht auf Globalisierung vorbereitet oder auf internet und social Media