Die Behauptung, dass es dem Staat Israel bei den aktuellen Kriegen um Land gehe steht ja immer wieder im Raum.

In diesem aktuellen Op-Ed wird klar formuliert, dass der Staat Israel Groß-Israel anstreben müsse. So behauptet man hier dass der Fluss Litani "Israels natürliche nördliche Grenze" sei.

https://www.jpost.com/opinion/article-889461

Time to implement Ben-Gurion’s vision: Litani River is Israel's natural northern border - opinion

The very founder of the State of Israel understood what we are painfully relearning today through war and bloodshed: the Litani River is the only defensible northern border for the Jewish state.

The Jerusalem Post
Der Autor macht in seinem Text deutlich, dass es dabei um keine neue Idee gehe, sondern dass es dass schon die Position von Ben Gurion gewesen sei. Laut diesem sei es zwingend für die Sicherheits Israels notwendig, dass Israel alles Land vom Sinai und Arabien im Süden, bis zum Litani und Hermon in Norden und der syrischen Wüste im Westen, besitze.

»The only way to ensure the safety of Israel’s northern communities is exactly what Ben-Gurion understood over a century ago: Israel must control the territory up to the Litani River and resettle it with Jewish communities. Because security for Israel is only ensured with a Jewish civilian presence.

And the same logic applies elsewhere.

Ben-Gurion also made clear that the Jordan River was never meant to be the eastern border of the Land of Israel. «

Der Autor formuliert, dass es dabei nicht nur um militärische besetzte und verteidigte Außengrenzen gehe, sondern fordert explizit, dass diese, von ihm geforderten Grenzen, durch Zivilisten besiedelt werden sollen. Dies sei für die Sicherheit notwendig. Das impliziert, dass sich dann dabei um Siedlungen handelt, die dem übrigen Land als menschliche Schutzschilde dienen sollen.
Noch eine einordnende Ergänzung:
Das oben genannte Op-Ed wurde in der Jerusalem Post veröffentlicht, für die etwa det taz-Autor Nicholas Potter mehrere Artikel schrieb, die aber bspw auch den britischen Neonazi Tommy Robinson veröffentlichten.

Nun noch ein weiterer Beitrag in der Jerusalem Post in dem argumentiert wird, dass der Staat Israel den Südlibanon besiedeln müsse. - diesmal von einem ehemaligen engen Mitarbeiter von Netanyahu.

Er stellt klar, das Südlibanon Teil des historischen Israels sei, dass sich Grenzen ändern sollten. Er argumentiert, dass es schon immer das Wesen des Staates Israels gewesen sei eroberte Gebiete zu besiedeln um diese "sicher zu machen".

https://www.jpost.com/opinion/article-890444

Beyond buffer zones: Southern Lebanon may need a permanent Israeli presence - opinion

After decades of temporary buffer zones, Israel may need civilian presence in southern Lebanon to prevent Hezbollah’s return.

The Jerusalem Post

Es gibt vieles was darauf hin deutet, dass der Staat Israel aktuell diese Taktik umsetzt.

Nach der Vetreibung Hundertausender werden nun Fakten geschaffen So sprengte die israelische Armee gestern eine weitere Brücke über den Litani, die eine wichtige Lebensader darstellt. Ein klares Kriegsverbrechen.

https://bsky.app/profile/martinglasenapp.bsky.social/post/3mhoegfibck2d

Martin Glasenapp (@martinglasenapp.bsky.social)

Die israelische Armee sprengte heute die Al-Qasmiye-Brücke über den Litani im Südlibanon, Lebensader von mehr als 1.000 Bauern, die hier Zitrusfrüchte und Bananen anbauen. Die erklärte Zerstörung aller Brücken käme einer kollektiven Bestrafung gleich, verboten nach Art. 33 der IV. Genfer Konvention.

Bluesky Social

Minister Katz formuliert sehr offen, dass er die Dörfer, in Grenznähe alle vollständig zerstören lassen wird. Das Modell ist hier das was wir aus Gaza kennen. So wie Beit Hanoun und Rafah - vollständige Auslöschung.
https://bsky.app/profile/josepgoded2.bsky.social/post/3mhne3evtlc22

Und israelische Soldaten setzten das bereits um. Filmen sich etwa beim Feiern während sie ein Dorf in Südlibanon sprengen.
https://bsky.app/profile/antizionistjew.bsky.social/post/3mholh7f2zc2u

Josep Goded (Backup Account But Still Active) (@josepgoded2.bsky.social)

Israeli Defense Minister Katz stated that the border villages in southern Lebanon will be transformed into zones similar to Beit Hanoun and Rafah in Gaza.

Bluesky Social
Hallel Biton Rosen vom israelischen Channel14 berichtete gestern über eine Einigung über einen Kompromis zwischen Armee und Regierung. So habe man sich geeinigt, dass man die israelische Grenze um etwa 8km nach Norden verschieben werde etwa bis in die Gegend von Tyrus, inklusive ethnischer Säuberung und Errichtung einer Kette von 18 Militärbasen. Die israelische Regierung wollte gleich das gesamte Gebiet bis zum Litani annektieren. (Gefunden bei Zachary Foster)

Auch heute sagt der israelische Minister Katz wieder ganz deutlich, dass der Staat Israel Südlibanon dauerhaft annektieren wird.

So sei man schon dabei die Grenzorte komplett zu zerstören wie man das mit Beit Hanoun und Rafah getan habe - Südlibanon soll so zerstört wie Gaza werden.

Katz verschweigt nicht, dass es dabei um dauerhafte Vertreibung von 600.000 Menschen geht.

https://www.timesofisrael.com/liveblog_entry/katz-says-israel-will-demolish-lebanon-border-villages-create-gaza-style-buffer-zone/
#israel #Libanon #genocide #ethniccleansing #annexation