Mit dem Krieg im Iran steigt der Ölpreis. Das treibt die Inflation an und rückt Verteilungseffekte ins Zentrum. Im #PaperDerWoche analysieren
Gregor Semieniuk und Kolleg:innen die Effekte der Energiekrise 2022 auf #Ungleichheit mit einem Fokus auf die #Übergewinne fossiler Konzerne. 1/
Die hohen Öl- und Gaspreise 2021 und besonders 2022 führten zu #Rekordprofiten für die fossile Industrie. Neben einmaligen Einnahmen sind hohe Profite auch ein #Preissignal für zusätzliche #Investitionen – genau das falsche Signal in Zeiten der Klimakrise. 2/
Die Autor:innen untersuchten, an wen diese #Rekordprofite geflossen sind und wie das die #Inflationsungleichheit beeinflusst hat. Abseits der ungleichen Inflationsbelastung von verschiedenen Haushalten stellen sie auch die Gegenseite ins Zentrum: Wer hat von den Preissteigerungen profitiert? 3/
Die Profite von fossilen #Energiekonzernen stiegen in vielen Ländern rapide an und erreichten 2022 916 Milliarden US Dollar. Das Land, in dem Konzerne am stärksten von den Preissteigerungen profitiert haben, waren die #USA, vor Saudi-Arabien, Russland, Kanada und dem Vereinigten Königreich. 4/
US-Ölkonzerne erzielten 2022 #Rekordgewinne von 281 Milliarden US Dollar was einem 7-fachen Anstieg gegenüber dem #Jahresdurchschnitt von 2016–19 entspricht. Damit überholten die USA erstmals Saudi-Arabien als Land mit den weltweit höchsten börsennotierten Öl- und Gasgewinnen. 5/
Durch Beteiligungen an ausländischen Öl- und Gasfirmen flossen zusätzlich 20 Milliarden Dollar in die USA und erhöhten die #Gewinnansprüche auf insgesamt 301 Milliarden Dollar. #Brasilien und #Norwegen verzeichneten zwar relative Spitzenwerte, blieben in absoluten Zahlen aber weit dahinter. 6/