Können wir lieben, was wir nicht verstehen?
Und was hat das mit unserer Gegenwart zu tun, mit unseren Zukünften?
Mit Science Fiction und Geschichtswissemschaft?
#essay

https://www.tor-online.de/magazin/science-fiction/lieben-was-wir-nicht-verstehen-science-fiction-als-praxis-der-unmoeglichen#_ftn1

Lieben, was wir nicht verstehen. Science Fiction als Praxis der unmöglichen Empathie

Der Beitrag untersucht Science Fiction als eine Praxis, die uns in Beziehung mit radikaler Fremdheit bringt. Anhand von Werken wie Le Guins Die linke Hand der Dunkelheit und Butlers Bloodchild zeigt Aiki Mira, wie Science Fiction uns ermöglicht, Liebe und Verbundenheit jenseits eines vollständigen Verstehens zu denken. Eine Fähigkeit, die in Zeiten von KI, Neurodiversität, queeren Identitäten, aussterbenden Arten und ökologischem Kollaps zunehmend notwendig erscheint.

Tor Online
@Aiki_Mira Ein hervorragender Text, danke!
Diese Parallele zwischen Scifi und Geschichtsschreibung ist wirklich etwas erstaunliches (man nehme mal Always comming Home von Le Guin). Aber ich frage mich, ob scifi manchmal durch den Blick auf die Zukunft eher unsere Wahrnehmung der Gegenwart beschreibt. Durch Extrapolation zeigt sich der Kurs der Gegenwart. Scifi macht die Fremde im Jetzt verstehbar, ist eine Geschichtsschreibung der Gegenwart.
@TannersAndRodents ja! Ich denke auch: SF kann eine der intensivsten Betrachtungen unserer Gegenwart sein, zugleich unsere Blick für die Möglichkeit vieler Zukünfte öffnen...