So, das Mindestlohnproblem beginnt sich auszuwirken. Alle 120 Zeitungszusteller des Backnanger Wochenblattes werden entlassen.
Die Kosten können nicht mehr gedeckt werden.
Gratulation an alle Experten.

@DC4DD vielleicht ist das Geschäftsmodell jener Lokalzeitung (ist die überhaupt noch lokal?) nicht mehr überlebensfähig??

Das Oroblem ist nicht der Mindestlohn, sondern Geschäftsmodelle die dessennUntergeabung/Umgehung notwendig machen…

@kkarhan War ein kostenloses Blatt, das sich über Anzeigen finanziert hat. Nun ist es zum Minusgeschäft geworden.
Der Mindestlohn ist leider in einigen Bereichen keine gute Idee. In diesem Fall sieht man es ja: nun haben viele nicht wenig, sondern gar nichts mehr in der Tasche.
Auch wenn der Abstand von Mindestlohn zur Niedriglohnarbeit weiter schrumpft, wird es viele Leistungen einfach nicht mehr geben. Das kann man gut oder schlecht finden, aber ist die Realität.

@kkarhan Nachtrag zu deinem Hinweis "falsches Geschäftsmodell": vollkommen richtig. Hat nicht funktioniert mit dem Mindestlohn. Er wird aber nicht untergraben, sondern man stellt die Leistung ganz ein.

Das zum Mindestlohn alternative Modell ist: Die Zeitung kostet etwas. Kann funktionieren, muss aber nicht. Das liegt an Konsumenten wie Du und ich.
Der Effekt ist unter dem Strich wahrscheinlich gleich: keine Nachfrage, keine Jobs. Nicht mal mit Mindestlohn.

@DC4DD klingt zwar shice, aber dann ist das so.

  • Dass es sinnvoll wäre, lokale Medien mehr zu fördern steht außer Frage.
    • Dass eine Einstellung von Print-Zustellung nachteilig ist genausowenig.

Ich wüsste nur leider keine Lösungen außer:

  • Zeitung als e.V. neugründen und durch Freiwillige betreiben (Dekommerzialisieren! Siehe @TexasObserver )
  • Anzeigenpreise u.ä. anheben um die Kosten zu decken (weil das machen alle anderen ja auch!)
  • Auf Abomodell und/oder Kioskverkauf umstellen.
    • Ggf. Statt Zustellungen einfach Abholstellen machen, weil dann brauchts nicht 120 Leute sondern nur 1-5…

@kkarhan Ja, aber es ging mir hier eigentlich nicht um die Existenzfrage einer Zeitung (nur Anzeigenblatt mit etwas Journalismus drin), sondern aufzuzeigen, dass Mindestlohn auch Einnahmequellen und/oder kostenlose Leistungen für die Leute auch killen kann (wie in meinem realen Beispiel).

Ich bin übrigens aktiv im Vorstand einer Gewerkschaft und der Letzte, der die Ausbeutung von Arbeitnehmern gut findet. Trotzdem kann man solche Entwicklungen halt nicht ignorieren. 🤷

@DC4DD ich ignoriere das auch nicht, im Gegenteil!

Kevin Karhan :verified: (@[email protected])

@[email protected] @[email protected] also *"Suizid qua #Enshittification"* sozusagen… - Wundert mich kaum… https://infosec.space/@kkarhan/116294073565310948

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