„Es ist paradox. Frauen haben öfter als Männer Abitur und einen Hochschulabschluss. Auch die Erwerbsquote der Frauen ist gestiegen, sie liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt. Aber fast 50 Prozent der erwerbstätigen Frauen sind in Teilzeit tätig, oft vom ersten Kind bis zur Rente. Teilzeitquote der Männer: zwölf Prozent. Viele Frauen sind geringfügig beschäftigt, verdienen maximal 603 Euro im Monat. Anders ist es bei unbezahlter Sorgearbeit. Damit verbringen Frauen mehr Zeit als Männer.”
Fazit:
„Ein Staat, der es nicht schafft, das Potenzial der Frauen zu heben und Teilzeit statt Vollzeit fördert, verzichtet auf Arbeitskräfte, Wachstum und Wohlstand. Stärkere Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch ein Gebot volkswirtschaftlicher Vernunft.“
