Das beträfe insbesondere kranke Menschen, deren Erkrankung nicht von Jobcenter oder Rentenversicherung anerkannt wurde. Das ist gar nicht so selten zum Beispiel bei ME/CFS. Arbeiten und sich darüber versichern, können die halt trotzdem nicht.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/gesundheitsreform-aus-fuer-kostenlose-mitversicherung-von-ehepartnern-wirbel-um-koalitionsidee-a-f67601e2-be01-4dcd-b9fe-da657257ff0c

Gesundheitspläne: Aus für kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern? Wirbel um Reformidee

Wer bisher kostenlos über den Partner krankenversichert war, soll künftig womöglich selbst zahlen. Die SPD dementiert eine Einigung, die Gewerkschaften kritisieren die Idee bereits als Angriff auf Familien.

DER SPIEGEL
@ennopark Hmm ... und Minijobber (überwiegend Frauen), die über ihren Partner familienversichert sind? Der Arbeitgeber zahlt für Minijobber zwar 13% in die KV ... dennoch muß der Minijobber sich entweder selber kranken-versichern oder, wenn verheiratet, kann er mitversichert sein.
Was passiert mit der angedachten Reform? Minijobber müßten dann 225 € zahlen, obwohl der Arbeitgeber bereits 13% einzahlt?! 🤔
Menschen, an die Singles nicht denken??? 🤔

@die_Leo

Die Mindestsätze sind womöglich eher ein Problem.

@ennopark

@Saupreiss @die_Leo @ennopark Das wär' doch was: Ein System in das alle (auch die, die jetzt noch privatversichert sind) einzahlen, ohne Mindestbeitrag, ohne Beitragsbemessungsgrenze, und ohne Sonderregeln für bestimmte Berufs- und Statusgruppen. Wer kein Einkommen hat, wird solidarisch mitgetragen von denen, die besonders viel verdienen. Das ließe sich sogar komplett über die Einkommensteuer abbilden, also gäbe es dann auch keine Beitragsbürokratie mehr.
@lu_leipzig @Saupreiss @die_Leo Genau sowas schwebt mir ungefähr vor. Ob das wirklich über Steuern laufen sollte statt über Beiträge an öffentlich-rechtliche Organisationen, weiß ich nicht. Ich stell mir halt vor, wie das BSW an die Macht kommt und sagt „Long Covid gibt‘s gar nicht, daher werden ab sofort die Behandlungen nicht mehr aus der Staatskasse bezahlt.“ Das ÖR-System ist weit von perfekt, aber hat bei sowas mehr Sicherungen. Aber egal.
@lu_leipzig @Saupreiss @ennopark Hmm ... wohl kaum. Ein System in das alle einzahlen? Das käme der Idee einer Bürgerversicherung nahe. Hat die CDU bisher immer abgelehnt!
Wie ich bereits andeutete: die Abschaffung der Mitversicherung ist eine Anpassung an die PKV & eröffnet damit einer Privatisierung Tür & Tor. Das wird dann die Aktionäre der Versicherungsunternehmen freuen. Soweit zu "niedrigere Beiträge" & wer dann nicht zahlen kann, hat Pech.
@die_Leo @Saupreiss @ennopark Ja dass die CDU da keine guten Absichten hat ist klar. Und auf die SPD in ihrem jetzigen Zustand darf auch niemand mehr hoffen.
@lu_leipzig @Saupreiss @die_Leo @ennopark Also im Prinzip die französische sécurité sociale?

@CASSCFenjoyer

Wir haben einige Nachbarländer, die weder Beitragsbemessungsgrenze kennen noch Privatversicherung, wo Mitversicherungen von Partnern zwar sehr günstig, aber eben nicht gratis ist.

@lu_leipzig @die_Leo @ennopark

@Saupreiss @CASSCFenjoyer @lu_leipzig @ennopark Hmm ... 1 Single mit 2700 brutto zahlt in 2026 an KV + PV etwa 301,05 €. Macht 11,15% vom Brutto weg.
Wenn Minijobber aus der Familienversicherung rausfallen, zahlen die von max. 603 € dann 225 € weg, es bleiben 378 €, also 37,31% weg!!!!
Obendrein zahlt der Arbeitgeber 13% KV (max. 78,39 €) für den Minijob an die Knappschaft?! Wow ...
Die Singles hier auf  und in DE sollten mal den Ball flach halten? Und erst mal nachrechnen?
@Saupreiss @CASSCFenjoyer @lu_leipzig @ennopark Ändert man das Rechenbeispiel & macht aus dem Single einen verheirateten Alleinverdiener mit 2700 brutto ändert sich an den SV-Beiträgen nix! Die Frau, die zu Hause kostenlos Carearbeitet leistet, lebt aber auch von diesem einen Gehalt! Durch die kostenlose Carearbeit zu Hause werden die Pflegekassen extrem entlastet. Würden diese Frauen arbeiten gehen, statt Care zu Hause, würden die PV Beiträge steigen müssen. Vor allem für Kinderlose ...