die frage ob der kapitaöismus den ableismus braucht finde ich interessant. mein take wäre - er braucht ihn nicht aber bringt ihn hervor. die frage wäre was ableismus eigentlich ist: die abwertung von behinderten menschen
jetzt könnte man argumentieren dass behinderte deswegen ausgeschlossen werden weil sie nicht leistungsfähig sind: das ist aber nicht der grund. sie werden ausgeschlossen wenn sie nicht leistungsfähig sind. leistungsfähige behinderte wie schäuble besipielsweise sind sogar willkommen
sie zeigen ja dass es geht. und das perfide daran ist: alle die kritisieren zeigen ja dass was geht. würden sie die kritik die sie äußern halt als energie begreifen die auf was anderes gehen könnte
@freval Frage mich ob es da einen Unterschied macht zwischen sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen? Glaube viele Menschen mit unsichtbaren Behinderung verschweigen die aus Angst vor Ausschluss, was aufgeht solange sie genauso viel leisten. Aber was wenn sie weniger leisten?
@vronimus_ironimus das kommt sehr drauf an ob du behinderungen im quer- oder im längsschnitt beobachtest. traditiobell werden behinderungen nur quweer beobachtet: du hast diagnostisch diesdasjenes. Was das für die lebensperspektive heißt, wird normalerweise gar nicht verhandelt.

@freval Ich weiß nicht, ob das das ist, was dich interessiert oder du es mehr so allgemein gesagt haben willst.

Mein Eindruck ist, dass sich in den Disability Studies die Definition von Fiona Campbell durchgesetzt hat. (1/2)

Ableism refers to: A network of beliefs, processes and practices that produces a particular kind of self and body (the corporeal standard) that is projected as the perfect, species-typical and therefore essential and fully human. Disability then is cast as a diminished state of being human. (2/2)
@freval
@SunDial79 danke dir! Ich hatte immer Schwierigkeiten mit dem "Standard", das ist mir zu essentialistisch. Ich fand die Alternative "Ideal" bisher naheliegender.