Die Bundesjustizministerin hat als Reaktion auf den Fall von Collien #Fernandes angekündigt, den Entwurf für ein Gesetz gegen digitale Gewalt früher vorzulegen. Wir veröffentlichen, was im Strafrecht künftig für Deepfakes und heimliches Tracking gelten soll.
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Gesetz gegen digitale Gewalt: Diese Deepfakes sollen künftig strafbar sein
Die Bundesregierung will Lücken bei der Strafbarkeit digitaler Gewalt schließen. Nach dem Aufschrei über den Fall der Schauspielerin Collien Fernandes soll das Kabinett schon diese Woche über einen Entwurf abstimmen. Wir veröffentlichen den strafrechtlichen Teil des Gesetzentwurfs.
netzpolitik.org1. Bereits das Herstellen von sexualisierten Deepfakes soll strafbar sein. Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe. Zur Begründung schreibt das BMJ, schon damit sei der "ehrverletzende Charakter und der Eingriff in die Persönlichkeitsrechte" der Betroffenen gegeben.
2. Es geht aber noch weiter: Der Entwurf stellt auch voyeuristische Aufnahmen unter Strafe. Bislang war es nur strafbar, Menschen heimlich nackt in einem „besonders geschützten Raum“ zu filmen – nicht aber in einer öffentlichen Sauna, einer Umkleide oder am Strand. Das ändert sich jetzt.