Neben den Ergebnissen der AfD und der Erkenntnis, das wir offenbar in einem Land leben, das mehrheitlich starken Rechtsdrall hat, macht mir erheblich Sorgen, dass wir in den Länderparlamenten jetzt kaum noch Parteienvielfalt haben. In BaWü und RLP sind jetzt im Prinzip dann jeweils große Koalitionen im Amt, egal ob #blackrot oder grünschwarz/schwarzgrün - und dann noch die AfD in der Opposition plus SPD/Grüne. Und das war‘s. Ohne Linke und FDP sind quasi keine Alternativen mehr da.
@700Sachen Hm. Zwischen 1970 und 1980 bestanden so manche Landesparlamente sogar nur aus 3 Parteien CDU, SPD und FDP, und in den Jahrzehnten davor und danach vielleicht noch einer vierten wie Zentrum oder später den Grünen. Regierungen waren jahrzehntelang entweder SPD oder CDU/CSU, halt nur typischerweise ohne Koalition. In meinen Augen sind Parlamente heute immer noch deutlich vielfältiger, auch wenn es derzeit wieder weniger Fraktionen schaffen.
@700Sachen (Das heißt nicht, dass ich das Verschwinden linker und echter liberaler Stimmen aus den Parlamenten nicht genauso bedauern würde.)
@giardino Aber diese Situation hat in den 70ern auch zu einer aktiven APO geführt. Das sehe ich gerade nicht.