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🚌 "Mein Prototyp" - Delegationsreise Schweiz
Anderthalb intensive Tage liegen bereits hinter uns – und noch bevor Tag 3 beginnt, möchte ich ein wenig davon berichten.
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🚌 "Mein Prototyp" - Delegationsreise Schweiz
Anderthalb intensive Tage liegen bereits hinter uns – und noch bevor Tag 3 beginnt, möchte ich ein wenig davon berichten.
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Unser erstes Treffen am Prellbock von Gleis 7 im Bahnhof Luzern war fast schon symbolisch.
Ein Mitarbeitender der Verkehrsbetriebe Luzern führte uns durch die Infrastruktur, die dafür sorgt, dass Busse und Trams nicht im Stau stehen: ÖV-Bevorzugungssignale, die auch an Autobahnauffahrten eingesetzt werden, eine „elektronische" Busspur dort, wo kein Platz für eine physische ist – und Ampeln, die gezielt den Autoverkehr dosieren, um dem öffentlichen Verkehr Vorfahrt zu geben.
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Alle Wege auf dieser Exkursion werden mit Bussen, Bahnen, Fahrrädern und zu Fuß zurückgelegt.
Gestern – Emmen, Zürich, Bern.
Der Tag begann um 7:30 Uhr – nicht im Konferenzraum, sondern auf der Straße. Wir beobachteten live, wie Kinder eigenständig ihren Schulweg zurücklegen.
Wusstet ihr, dass die Schulen dort morgens eine "Gleitzeit" haben, um das Ankommen in den Schultag UND die Abstimmung mit dem Nahverkehr zu erleichtern?
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Weiter nach Dietikon mit der Schmalspurbahn – die Stadt und Umland verbindet. Die 14 km lange Straßenbahnlinie, wurde Ende 2022 eröffnet.
Was diese Linie mitgebracht hat: eine zweispurige Straße, auf eine Spur reduziert. Hunderte neu gepflanzte Bäume.
Ein Straßenabschnitt, der in einen Stadtpark verwandelt wurde. Eine Aufwertung der Quartiere – sichtbar, spürbar, lebenswert. Schon das Verlassen dieser autofreien Gebiete machte deutlich, WIE laut die Stadt durch Verkehr wird.
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Am Nachmittag reisten wir zur Postauto AG, wo uns Stefan Regli –
Mitglied der Konzernleitung empfing. Überblick über die gesetzlichen ÖV-Vorgaben, die flächendeckende Versorgung, die von der Stadt in das Land gedacht wird und die hohe Wertschätzung, die die Politik hier für den Nahverkehr hat. Er wird beständig ausgebaut. Wir lernten PubliCar, das flexible Mobilitätsangebot per App, ebenso kennen wie «AmiGo» - ab 2027 automatisiert unterwegs.
Tag 3 folgt sogleich. Ich bin gespannt.
@SheDrivesMobility
Auch für mich als Schweizer interessant, diese Einblicke und Zusammenfassung. Macht mich ein wenig stolz auf diese Errungenschaften, die man irgendwie alle kennt, aber kaum mehr richtig schätzt.
Der Unterschied CH-D (sorry fĂĽr das Denken in Autokennzeichen, also nochmals:) zwischen .ch und .de: Wir haben nie grossindustriell Autos gebaut.
@marcel
Nee: einer der Unterschiede.
Die Schweiz ist viiieeel kleiner, sowohl was die Fläche als auch die Einwohner betrifft, die Topographie verlangt andere Lösungen, und der besondere Schweiz-Takt (ich habe gerade seinen Namen vergessen) muss nicht erst erfunden werden: er war gefühlt schon immer da.
@Bot_Anix @SheDrivesMobility
Du meinst, wegen der kleineren Einwohner müssen bei una Doppeldeckerbusse nicht höher sein als anderswo Sportwagen? Ja, hat schon was.
(Ich habe dein "viiieeeel" als Ironie-Indikator hergezogen. Sonst hätte ich widersprochen. Übrigens: Den Taktfahrplan gab es noch nicht, als ich mit dem Zug zur Schule musste…)
"Eine elektronische Busspur im engeren Sinne erlaubt Bussen im öffentlichen Linienverkehr zeitlich befristet (auf Anmeldung, d.h. dynamisch) und signaltechnisch gesichert die Benutzung des Gegenfahrstreifens."
https://www.svi.ch/media/upload/publications_de/cc72b4c8_SVI_Merkblatt_2013-01_150901_d.pdf