Klingbeil sagt seit gestern durchgängig was von den Leuten, die über 3000€ verdienen.
Zwischen Mindestlohn (let alone erwerbslos, -gemindert usw) und etwa 18-20€ pro Stunde sind Leute also auch nicht wert, politisch bedacht/vertreten zu werden.

Mensch könnte ja auch mal durchsetzen, dass Lohn-/Einkommensteuer erst ab Vollzeit * Mindestlohn fällig wird, also bis um und bei 2300€ brutto derzeit, wären 130€ mehr in de Täsch, das macht sofort einen Unterschied.
(und bei den Sozialvers.-Beiträgen ab einem höheren Sockel einsteigen)

Aber das wäre ja sozialdemokratische Politik

@rationalgarde oder auch: #Kapitalertrag wird genauso zu 100% #Lohnsteuer- und #sozialabgaben-Pflichtig wie #Lohnarbeit mit exakt demselben Betrag!
@kkarhan
Beitragsbemessungsgrenze bei Sozialversicherung abschaffen, warum soll man überhalb von x nicht mehr einzahlen

@rationalgarde @kkarhan Das ist gut, aber dann entsteht auch ein höherer Rentenanspruch.

Muss aber nicht proportional sein, kann und soll gerne langsamer steigen, je mehr man verdient. Es muss am Ende zum Wohnen und Essen reichen, wo man bereits lebt, damit daraus kein Umzugszwang wird.

Außerdem: wer 10 Jahre lang 12000 pro Monat verdient hat, oder 40 Jahre lang 3000, soll den gleichen Rentenanspruch haben. Auch daher ist eine Bemessungsgrenze falsch.

@divVerent @rationalgarde so oder so kann mir keine*r erklären dass #Millionäre und #Milliardäre nicht genauso wie #Lohnarbeiter*innen:

  • erwerbslos,
  • erwerbsunfähig oder gar
  • pflegebedürftig werden könnten.

Und dann?

  • Wenn wir Leute nicht öffentlich verrecken lassen wollen bedeutet das auch dass alle beitragen.

@kkarhan @rationalgarde Eben. Theoretisch stört dabei die Bemessungsgrenze ja nicht. Dann kriegt der Milliardär, der alles verloren hat, die gleiche Rente wie der Arbeiter.

Aber IMHO ließe sich das Rentensystem ohne Bemessungsgrenze, sondern mit "regressiver" (d.h. negative zweite Ableitung) Auszahlungsberechnung, viel besser finanzieren, und es bekommt jeder genug.