RE: https://mastodon.social/@AwetTesfaiesus/116278369030718835
Das. "Soziale Gerechtigkeit" ist bei der SPD leider seit 25 Jahren schon nur noch eine Floskel ohne Substanz. Und dann wundert sie sich, dass ihr niemand mehr glaubt.
RE: https://mastodon.social/@AwetTesfaiesus/116278369030718835
Das. "Soziale Gerechtigkeit" ist bei der SPD leider seit 25 Jahren schon nur noch eine Floskel ohne Substanz. Und dann wundert sie sich, dass ihr niemand mehr glaubt.
RE: https://fedifreu.de/@anlomedad/116277646951705904
Hier. Die sind einfach komplett lost. https://mastodon.social/@anlomedad@fedifreu.de/116277647422822464
@kamerakata Ja, sicherlich steckt auch bei denen ein Teil sogenannte "protestantische Arbeitsethik". Die geht ja davon aus, dass wenn du nur gottgefällig genug malochst alles gut wird. Und wems nicht gut geht, im Umkehrschluss, verhält sich nicht gottgefällig genug. Und ist entsprechend selbst Schuld an seiner Misere. Lässt man - als guter Christ - zwar nicht verhungern, aber das wars dann auch.
Was sich dann ich solchen Sprüchen ausdrückt wie Müntes "Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen".
@kamerakata @svenscholz
Das war mir jetzt nicht bewusst. Erweitert echt mein Weltbild. Ein überkommener SPD Malocherkult..., in dem sich diese Malocher als Krone der Schöpfung identifizieren.
Dieser Kult macht dann wohl auch den Wechsel ins blaue Königreich so einfach. Cool. Ein Puzzlestück macht klick.
@anlomedad Wenn du in ein richtig schönes Rabbit Hole eintauchen willst: such mal nach "Protestantische Arbeitsethik" und "Calvinismus". Ganz guter Startpunkt finde ich ist dieser Artikel. Aber wenn du da noch tiefer gräbst wirst du bis zur US Hustle-Kultur kommen. Und warum die lieber draufgehen als z.B. sowas wie eine gut funktionierende Krankenversicherung aufzubauen. Oder überhaupt erst mal absolute Basics an Arbeitnehmerrechten.

Arbeit ist wichtig, heißt es in der Bibel. Im Paradies war sie unbeschwert, nach der Vertreibung daraus voller Mühe. Im Protestantismus wendete sich das Blatt: Arbeit konnte Berufung werden, aber Arbeitseifer damit auch zur gottgegebenen Pflicht.
Merci. Ich hatte nie Berührung mit Malocher-Kult, kann mich nun aber einfühlen.
Sind diese hart arbeitenden dann auch Märtyrer ihrer eigenen Religion, denen die Gesellschaft oder zumindest die Familie einen Altar errichten sollte?
Und wenn sie ihr Heldennarrativ als Märtyrer begreifen, sehnen sie sich auch nach Leid?
Und wollen sie deshalb auf der ander anderen Seite, dass andere mindestens genauso leiden?
Jetzt bin ich bei Timothy Snyder angekommen, der im November 2024 in einem Podcast von The Spectacles Of Pain redete, die MAGA versprochen wurden.
Er meinte auch, die Fans würden in Kauf nehmen, dass ihnen selbst Schmerz zugefügt würde, solange sie dabei zusehen können, wenn anderen noch mehr wehgetan wird.
Auf der Spur dieses Sadismus wird mir der [protestantische] Malocherkult zu einer sehr nützlichen gedanklichen Wegkreuzung, wo der andere Gedankenstrang, der der eigentümlichen Christianisierung nachzuspüren versuchte, sich mit den Erkenntnissen über die faschistischen Sadisten vereint.
Schick!! Merci.
@anlomedad Hab ich ein Rabbit Hole versprochen? Gern geschehen 😃
😁 Aus dem Off ein Stimmchen: den motzenden, masochistischen und malträtierten Malocher-Märtyrern müssen natürlich Menschen suspekt sein, denen ihr Job SPASS und also schmerzfreie Freude macht.