Künftig werden Niedersachsens Schüler ab Klasse 7 auf Landeskosten ver-apple-t. ...

https://www.heise.de/news/Niedersachsen-Mehr-Geld-fuer-Schul-IT-Land-einigt-sich-mit-Kommunen-11217540.html?wt_mc=sm.red.ho.mastodon.mastodon.md_beitraege.md_beitraege&utm_source=mastodon

Ob es wohl eine digital souveräne, herstellerunabhängige, kriteriengeleitete, "Europa first" Ausschreibung geben wird?

Oder ist das der staatlich verordnete Weg in die digitale Abhängigkeit und das Lockmittel in den überwachten goldenen Käfig? Gemeint sind sowohl Classroom-App, als auch MDM- und Hersteller-Tracking. Damit kann man due künftigen unmündigen Bürger auch schon gleich an Chatkontrolle und Voratsdatenspeicherung heranführen. ...

#FediLZ #iPad #Niedersachsen #Generalverdacht

Niedersachsen: Land übernimmt dauerhaft Kosten für digitale Endgeräte in Schulen

Für die Digitalisierung von Niedersachsens Schulen gibt das Land den Städten und Landkreisen künftig mehr Geld. Darauf hat sich die Landesregierung geeinigt.

heise online

@chbmeyer Bei Abhängigkeit gebe ich dir recht.

Deine Kritik an MDM und Classroom kann ich weniger nachvollziehen: Ersteres ist herstellerunabhangig erforderlich, um gleiche Software-Stände auf Geräten abzusichern, und Classroom bietet sinnvolle bzw. notwendige Kontroll- und Steuerungsmechanismen.

Gar nicht folgen kann ich dir bei „Hersteller-Tracking“ - etwas, auf das Apple (im Gegensatz zu Google) verzichtet. Worauf beziehst du dich also dabei?

@dibonds

Okay. Natürlich gibt es eine Aufsichtspflicht und Jugendschutz-Vorschriften. Classroom und MDM lasse ich (trotz anderer Einschätzung) erst einmal so stehen.

Beim Herstellertracking durch Apple aber etwas ausführlicher:
Apple hat eine hervorragende Marketingateilung und eine guten Ruf.

Aber Apple ist intransparent (z.B. bei GPS, WiFi, Bluetooth, …, auch bei "ausgeschalteten" Geräten) und leitet (auch ohne Apple-ID) große Datenmengen aus.
Vielleicht monetarisieren sie sie nicht so sehr, wie Google, aber die Daten werden (nicht abstellbar) erfasst und auf ihre Server transferiert.
Mit welcher Rechtsgrundlage, aus welchen Zweck, und wer kann darauf zugreifen? Dazu schweigt sich Apple aus.

Konkret beziehe ich mich z.B. auf:

https://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Berlin-Group/20230608_AP-Telemetrie-Diagnosedaten.pdf?__blob=publicationFile&v=3

https://www.scss.tcd.ie/doug.leith/apple_google.pdf

https://www.kuketz-forum.de/t/ios-eine-kurze-zwischenbilanz-nach-einer-woche-nutzung/9132

https://digitalcourage.social/@chbmeyer/113301610699754781

@chbmeyer Die von dir genannten Quellen (u. a Kuketz-Blog, den ich sonst sehr schätze) stellen Vermutungen an und weisen auf Risiken hin. Belege für das Ausleiten von Daten oder „Hersteller-Tracking“ sind keine dabei.

@dibonds
Natürlich weisen @kuketzblog und der @bfdi auf Risiken hin, und was Hersteller und Verantwortliche beachten sollten. Die Messungen, z.B. von D.J. Leith sind aber mitnichten Vermutungen:

"Wir stellen fest, dass sowohl iOS als auch Google Android
im Durchschnitt alle 4,5 Minuten Daten an Apple bzw. Google weitergeben, selbst bei minimaler Konfiguration und wenn das Gerät im Ruhezustand ist.
[…]
Sowohl iOS als auch Google Android übertragen Telemetriedaten, obwohl der Nutzer dies ausdrücklich abgelehnt hat. […] iOS sendet die MAC-Adressen von Geräten in der Nähe, z. B. anderen Handys und dem Heim-Gateway, zusammen mit deren GPS-Standort an Apple.
Nutzer haben keine Möglichkeit, dies zu deaktivieren […]"

Für mich ist das nicht deaktivierbares Herstellertracking inklusive des digitalen Umfeldes und des GPS-Standorts.
Gut, man könnte jetzt "an das Gute in Apple" glauben, aber das tue ich leider nicht.

Ohne Transparenz und Rechtsgrundlage ist das IMO für Schulen und Schülergeräte völlig inakzeptabel.

@chbmeyer Es ist halt eine Frage des Glaubens und den werde ich dir nicht ausreden. Anders als bei Google, Meta, Bytedance etc. gibt es bei Apple bis heute aber nunmal keine Belege eines Missbrauchs.

Zur Berücksichtigung nur so viel: Einige gewollte Funktionalitäten (Airdrop, Personal Hotspot, Ortungsdienste etc.) erklären durchaus die genannten Telemetriedaten. Das heißt aber noch nicht, dass diese weitergegeben oder missbraucht werden. (Risiko ungleich Tatsache.)

@dibonds
Nein, es ist keine Frage des Glaubens.
Es ist umgekehrt. Man kann daran glauben, dass Apple nichts "böses tut" (so Google ehem. Motto), sondern eine philantropische Firma ist.
Das muss man aber nicht.

Es ist eine Frage der Rechtsgrundlage durch Apple, Schulen bzw. Bildungsministerien.

Ja, es gibt den "risikobasierten Ansatz" der DSGVO (bzgl. Missbrauch von Daten), aber es gibt auch das Prinzip der Verhältnismäßigkeit, der Datensparsamkeit, der Freiwilligkeit, einen Auskunftsanspruch und das Verbot der Profilbildung bei Minderjährigen.

Nicht ich muss Apple einen Missbrauch nachweisen, sondern Apple muss sich umgekehrt an diese Vorgaben halten und die Notwendigkeit transparent und leicht verständlich darlegen.
Oder eben "der Verantwortliche" in Schule oder im Ministerium.

Aber natürlich hat auch jeder (volljährige) das Recht, an das Gute zu glauben und auf seine Rechte zu verzichten.

Für Schule dagegen gilt "Erwägungsgrund 43" DSGVO, die Fürsorgepflicht und die "schulische Eigenverantwortung".