Die Überschneidungsmenge zwischen Typen die meinen, dass "ihre" Frauen vor bösen Ausländern beschützt werden müssen und denen die jetzt irgendwas mit Unschuldsvermutung schreiben ist nahe 100%.
@deuxcvsix Und die Konsequenz? Abschaffen der Unschuldsvermutung? Diese ist ein Fundament der rechtsstaatl. Ordnung und konstituierend für das Funktionieren der Justiz. Bitte darüber nachdenken, was das Aufgeben dieser Unschuldsvermutung bedeuten würde (Beweislastumkehr) - völlig unabhängig von diesem Fall für das gesamte Rechtswesen. (Deine Schnittmengenvermutung mag richtig sein, auch die implizit unterstellten Beweggründe; 1/2
@scheichsbeutel @deuxcvsix Die Unschuldsvermutung ist ein Prinzip der Rechtssprechung, genau wie "im Zweifel für den Angeklagten ". Wir sind hier aber nicht vor Gericht. Die Problematik gerade bei sexueller Gewalt sind bekannt. Oder willst du behaupten, dass die Tatsache, dass nur 3% aller Vergewaltiger verurteilt werden heißt, dass 97% nicht passiert sind und die Opfer lügen?
@Giliell @deuxcvsix Genau diese Prinzipien sind wichtig. Besser zwei Schuldige frei sprechen als einen Unschuldigen verurteilen. Dann: Woher hast du diese Zahlen? Außerdem - wenn sie nicht verurteilt wurden, sind sie auch keine Vergewaltiger. Zu schreiben "97 % der Vergewaltiger werden freigesprochen" ist schon eine ziemliche Chuzpe, bei solchen Vorannahmen können wir uns Gerichte ganz ersparen. Und wieder - was willst du stattdessen tun? ohne ausreichende Beweise schuldig sprechen? 1/x

@Giliell @deuxcvsix Weil ja sicher gefühlt mehr schuldig sind??

Und nein, wir sind hier nicht vor Gericht. Ohne mich mit dem vorlieg. Fall groß beschäftigt zu haben (ich hatte von den beiden zuvor noch nie gehört) glaube ich, dass die Vorwürfe stimmen (wenigstens sehe ich bislang nichts, was mich begründete Zweifel hegen ließe). Aber davon war hier auch nicht die Rede: Ich habe auf den Aspekt aufmerksam gemacht, dass es einen guten Grund gibt, an dieser Unschuldsvermutung festzuhalten. 2/x

@Giliell @deuxcvsix Und ich weiß eben nicht, was nun deiner Ansicht nach die Konsequenzen sein sollen, was du bei den Fällen tun möchtest, wo die Beweise nicht ausreichen. Trotzdem verurteilen? Übertragen wir das auch auf die gesamte Rechtssprechung, sodass wir - ohne Beweiswürdigung - überall verurteilen? Dass die Rechtssprechung nicht immer auch gerecht ist, liegt auf der Hand. Dass es bestimmte Gruppen schwerer haben als andere, zu diesem ihren Recht zu kommen, ist unzweifelhaft. 3/x
@scheichsbeutel @deuxcvsix Nunja, man könnte tatsächlich kritisch evaluieren, in wie fern man hier Dinge zum Schutz der Opfer verändern könnte ohne rechtsstaatliche Prinzipien außer Kraft zu setzen. Und nichts davon hat irgendwas mit der öffentlichen Debatte zu tun. Aber hey, warum am Opferschutz arbeiten, wenn man doch Täter schützen könnte.
@Giliell @deuxcvsix Ja, und was hat das mit dem zu tun, was ich geschrieben habe? Wo habe ich irgendetwas davon gesagt, dass man das nicht tun soll? Selbstverständlich sollte daran arbeiten, dass es mehr Gerechtigkeit gibt, der Zugang billiger (kostenlos) wird etc. Den Opferschutz ausbauen, in der ganzen Gesellschaft (Schule, Kindergarten, in der Erziehung) sehr viel sensibler auf den latenten Sexismus aufmerksam machen.
@scheichsbeutel @deuxcvsix Na, dann frag dich doch mal, was du konkret dafür tust. Ich sehe hier nur jemanden, der wahnsinnig besorgt um Ulmen ist.
Kurze Frage: deine 18 jährige Tochter erzählt dir, sie ist backstage zu Ramstein eingeladen. Wie reagierst du?
@Giliell @deuxcvsix Ich hatte eigentlich kurz die Hoffnung, dass du mal endlich jemand wärst, der wenigsten den Versuch gemacht hat zu verstehen, worauf ich hinweisen wollte mit den juristischen "Konsequenzen". Aber jetzt geht der gleiche Schwachsinn wieder los, dass ich den Typen verteidigen würde, mich um ihn sorge. Darauf habe ich keine Lust. Schon frustrierend, dass nicht mal versucht wird, einen logischen Gedankengang nachzuvollziehen. Irgendwie wie bei den Ausländerdiskussionen. Bin raus.