Ein Social-Media-Verbot für Jugendliche klingt erstmal harmlos. Tatsächlich bedeutet es aber vor allem eines: Altersverifikation. Und damit die Pflicht, sich im Netz immer öfter auszuweisen. Wer heute »nur« das Alter prüfen will, schafft morgen die Infrastruktur für Klarnamenpflicht und Identitätszwang. Ist die Technik erstmal da, wird ihr Einsatz schrittweise ausgeweitet. Genau deshalb sollte man hier nicht naiv sein.

#Jugendschutz #Altersverifikation #Klarnamenpflicht #DigitaleSelbstbestimmung

/kuk

@kuketzblog Dass Kinder und Jugendliche vor manchen Dingen im Internet geschützt werden müssen, halte ich für unbestritten.
Ich wünschte mir, die versammelte Informatiker-Community hätte eine technische Alternative zu dem anzubieten, was Politiker vorschlagen.

@Alter_Mann @kuketzblog Ich hätte da eine nicht-technische Lösung. Elterliche Aufsicht. Aber nein, das Kind wird in einem Entwicklungsstadium, in dem es noch alles in den Mund nimmt, ans Tablet vor "Coco Melon", Babyshark und TikTok gesetzt, damit es ja beschäftigt ist und die Schnauze hält.

In einem Alter, in dem ein Kind noch nicht reflektiert, sondern konsumiert, sollte man vielleicht als Eltern keine Kontrolle des Konsums des Kindes durch Dritte fordern, sondern selbst durchsetzen.

@Moonstone2487 @Alter_Mann @kuketzblog Man merkt sofort, wer keine Kinder hat. Familie ist keine Elterndiktatur mit Rundumüberwachung. Außerdem ist die Gesamtgesellschaft ein jämmerliches Vorbild. Ohne Jugendschutz geht es nicht und ich gehe noch weiter: Die Gesellschaft muss auch Erwachsene vor manipulativen Algorithmen und demokratieschädigenden Geschäftsmodellen schützen. Die Schäden von Bigtech sind jetzt schon überdeutlich sichtbar.
@wangster @Alter_Mann @kuketzblog Ich habe auch keine "Elterndiktatur" gefordert, sondern ledigleich keine komplette Vernachlässigung walten zu lassen. Über genaue Altersempfehlungen sollen sich Pädagogen und Psychologen streiten, dafür bin Ich der Falsche, aber im Großen und Ganzen schwebt mir keine Rundumüberwachung, sondern wie bei diversen andere Fähigkeiten/Fertigkeiten eines Kindes/Jugendlichen ein begleitetes Lernen vor. Eben ein langsames, geführtes Gehen der ersten Schritte.

@wangster @Alter_Mann @kuketzblog Dies könnte auch nicht nur Job der Eltern, sondern auch der von für Erziehung und Bildung zuständigen Fachkräften sein. Dafür bräuchte es umfassende Erwachsenenbildung in diesem Bereich, damit die wiederum ein Vorbild für die Jüngsten sein können.

Jugendschutz muss sein. Aber wenn in politischen Diskussionen von "Schutz" oder "Sicherheit" gesprochen wird, sind doch meist Restriktionen und Kontrolle gemeint.

Deinen Punkt mit den Algorithmen unterschreibe ich.