Heute ist wieder mal die große Jó-Napot-Experience angesagt. VasúTTúrák lädt in Südungarn zu einer Sonderfahrt von Szeged nach Újszeged ein. Nein, es wurde nicht etwa die 1944 zerstörte Brücke zwischen den beiden Stadtteilen wiederaufgebaut, sondern in großem Bogen auf teils nicht mehr befahrenen Strecken via Hódmezővásárhely und Makó dorthin gefahren. #Banatvorplatz
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"Ihr Reisebegleiter" #Banatvorplatz

Puszta ist flach, Puszta ist weit, warum auch nicht, sie hat die Zeit.

Die haben auch wir. Mit sehr gemütlichen rund 20 km/h schlendern wir die 30 Kilometer von Hódmezővásárhely südwärts nach Makó. Mancherorts wird auch noch ein Fotohalt eingelegt. #Banatvorplatz

Im halb verfallenen Bahnhof Makó-Újváros bleibt vor lauter sich nicht im Zaum haltender anderer Reisender leider nur ungenügend Zeit, ein ordentliches Bild hin zu bekommen.

Nicht unerwähnt bleiben soll ein Ikarus-Bus, ebenfalls vom Veranstalter für einige Interessierte organisiert, um unseren Zug zu verfolgen und an verschiedensten Stellen fotografieren zu können. Ungewöhnliche, aber auch sehr liebevolle Idee. 💙 #Banatvorplatz

In Makó haben sich bereits viele Interessierte am Bahnhof eingefunden, um unseren Zug zu begrüßen. Einen längeren Halt wird er aber erst auf der Rückfahrt einlegen. Wir fahren weiter an flüchtenden Rehen und Hasen (deswegen wohl auch viele Orte mit der Endung -háza 🐰🤪) bis Újszeged, wo ich adieu sage. #Banatvorplatz
In Újszeged lacht mich nochmals der Ikarus an. Ich muss ihn leider links liegen lassen zu Lasten eines Trolleybusses, der mich ins Zentrum bringt, wo es per Tram wieder zum Bahnhof Szeged geht, wo ich heute doch schon mal war? #Banatvorplatz
Weder Transsib, noch Kupe oder Plazkartny… dennoch bringt uns das ungarische Triebwägelchen aus einst russischer Produktion in 1½h von Szeged nach Békéscsaba.
Niederländischstämmige dürften das Ganze im Übrigen eine ziemliche Sch***gegend finden.
#Banatvorplatz
In Békéscsaba bringt mich dann noch ein Intercity nach Arad. In Lőkösháza, wie auch der weiteren Strecke nach Arad ist nichts mehr so, wie es einst war. Wo einst Züge an der Grenze abrupt abbremsten um danach mit 40 km/h nach Rumänien hineinzuzuckeln, wird heute smooth und unscheinbar ins Nachbarland gebraust. Der Grenzaufenthalt hat sich immerhin halbiert.
Nahe des völlig umgebauten Bahnhofs Arad schlage ich heute Nacht mein Zelt auf
Noapte bună. #Banatvorplatz