Die aktuelle Debatte hat mir nochmal klargemacht, wie schwer es mir eigentlich noch immer fällt, mich zu feministischen Themen zu äußern. Ich wünsche mir sehr eine Gesellschaft ohne Patriarchat, ohne Gewalt, ohne rigide Geschlechterrollen und zugehörige Erwartungen, ohne Dominanzgesten und Mackergehabe. Das ist mir aber erst in den letzten Jahren so langsam bewusst geworden und ich habe nach wie vor das Gefühl, in dieser Frage noch ganz am Anfang zu stehen. 🧵 1/10
Mit Anfang 20 hatte ich mich nämlich noch in einem Umfeld bewegt, das man wohl am ehesten als toxische Männerrunde bezeichnen kann. In dem rechtslibertäre und antifeministische Ansichten die Norm waren. In dem ein Typ, der doppelt so alt war wie der Rest, den Ton angegeben hatte (und in dem ich als Waise wohl auch eine Art Ersatzvater gesehen habe). Ich hielt diese Runde damals sogar für subversiv und antiautoritär und habe mich mitreißen lassen, wofür ich mich heute sehr schäme. 2/10