#LandUse @mfi
https://www.tagesschau.de/wissen/klima/studie-aufforstung-100.html
"Wäldern in nördlichen Breiten, etwa in Alaska oder Sibirien, erwärmen ihre Umgebung dagegen potenziell, was ihrem positiven Effekt als CO2-Speicher entgegenwirkt und ihn sogar aufheben kann."
Also zu diesem Absatz hätt ich mir jetzt deutlich mehr Erklärung der physikalisch-chemischen Effekte gewünscht, um zu verstehen, warum das passiert. Es liegt ja nicht überall im Norden weißer Schnee, so dass die dunklen Bäume plötzlich die Umgebung aufheizen. 1/
Und es ist auch nicht jeder Wald im Norden so am Absterben, dass er durch die Verrottung von Totholz, etc. mehr CO2 abgibt als aufnimmt. Und selbst wenn ein Wald die Umgebung lokal erst mal stärker erwärmt, heißt auch das nicht, dass er automatisch aufhört, CO2 aufzunehmen. Das ist ja Teil der Lebenserhaltung eines Baums, das "einzuatmen" und in Masse umzuwandeln.
Ich will das verstehen, weil ich sehr aktiv Gehölze "im Norden" pflanze. Wer kann's mir erklären? 2/2
@klimagarten Siehst du, die Sache mit dem Schnee und der lokalen Erwärmung leuchtet mir erst mal grundlegend ein. Dass durch lokale Erwärmung auftauender Permafrost wegen einsetzender Rotte CO2 & Methan freisetzt, auch. Aber warum das dazu führen soll, dass gesunde Bäume im Norden kein CO2 mehr aufnehmen sollen und ob das erst mal nur für Permafrost-Gebiete überhaupt eine relevante Problematik ist oder auch für meinen Hinterhof in Südbrandenburg, das wüßte ich gern.
@klimagarten Jaja, ich setz auch auf Artenvielfalt, damit die Chancen besser stehen, dass überhaupt etwas überlebt. Aber ich muß auch nach wie vor im Winter meine jungen Walnüsse und Esskastanien einpacken. Diesen Winter hatten wir 3+ Wochen durchgehend Temperaturen unter -15°. Da braucht man schon extrem frostfeste Zitrusgegölze oder eben einen temporären Wintergarten.

Sie forschen bei minus 27 Grad, zwei Wissenschaftler aus Sibirien untersuchen den Permafrostboden: Sie glauben, dass das Schicksal der sibirischen Tundra und Taiga der Schlüssel ist, um die globale Erderwärmung zu erklären.
@flyIng Habe ich auch schon Theorien zu gehört, bisher allerdings nicht in Zusammenhang mit Frost- und Permafrostgebieten. Allerdings kommt es wohl sehr stark darauf an, wie du die Tiere "hältst". Heißt, wie Kühe auf der Weide das ganze Jahr über auf denselben 3qm bis das Gras nicht nur bis zur Narbe abgefressen ist, sondern quasi ein zertrampelter Scheiße-Sumpf entstanden ist, ist der falsche Ansatz. Die müssen in kleinen Herden weitläufig umherziehen können.
@flyIng Spannend fand ich in dem Zusammenhang mal eine Animation des globalen CO2 Ausstoßes im Jahresverlauf, wo man sah, dass auf der Nordhalbkugel im Frühjahr, wenn die Böden tauen und die Äcker gedüngt und umgegraben werden, die großte temporäre CO2-Wolke in der Atmosphäre hängt, die dann im Jahresverlauf von den Regenwäldern, hauptsächlich Amazonas, "weggeatmet" wird.
@klimagarten Ich denke, das mit dem Pflügen ist der größte Faktor. Dadurch wird auf einmal alles organische Material, das unter geringer Sauerstoffzufuhr im Boden einlagert, um dort langsam von den Destruenten zersetzt zu werden, auf einen Schlag mit Sauerstoff in Berührung gebracht und es beginnt eine Fressorgie für die destruierenden Bodenmikroben. Das macht viel verfügbaren Dünger für die Pflanzen, setzt aber eben auch ganz viel CO2 auf einmal frei.
Ich glaube, es war nicht diese Animation. Aber so ähnlich: https://youtu.be/x1SgmFa0r04
