Das, was Weimer in der Kulturszene macht, tut Prien bei der Bildung. Gefördert wird nur, wer "auf Linie" ist. Wir sind mitten in einem Gleichschaltungsprozess. Wenn wir nicht bald massiv gegenhalten, landen wir mindestens in einer Autokratie a la Orban.
https://www.deutschlandfunk.de/prien-baut-programm-zu-demokratiefoerderung-um-mittelstreichungen-fuer-zahlreiche-projekte-102.html
"Demokratie leben" - Prien baut Programm zu Demokratieförderung um - Mittelstreichungen für zahlreiche Projekte

Bundesbildungsministerin Prien hat einen Umbau des Förderprogramms "Demokratie leben" angekündigt und will offenbar zahlreichen Projekten die Mittel streichen.

Die Nachrichten
@Nike_Leonhard ich hoffe Orban ist gleich nur dunkle Geschichte und die Nachahmer auch.
@cristinah Das wird dauern. Orban hat überall seine Leute installiert. Solange die ihre Finger in Entscheidungen (und im Geldtopf) haben, wird es für eine neue Regierung schwierig sein. @Nike_Leonhard
@energisch_ @cristinah @Nike_Leonhard Absolut! Selbst wenn er abgewählt werden sollte (ich hab meine Zweifel), ist das System ziemlich resilient. Orban und sein Clan sind gerüchteweise zur reichsten Familie Ungarns geworden und an dieser umfassenden Korruption partizipieren eine Unmenge einflussreicher Leute. Dazu kommt, dass es aufgrund der Medienbeherrschg. durch die Regierung für Ungarn fast unmöglich ist, ungefilterte Informationen zu erhalten. Deshalb bin ich wahltechnisch auch skeptisch.
@energisch_ @cristinah @Nike_Leonhard Ungarn ist schwer vergleichbar in der EU: Zum einen durch die Korruption ruiniert (wenn man über die Grenze fährt, kann man nur staunen: Alles zerfällt, die Infrastruktur total kaputt, Straßen wie in einem Entwicklungsland - und dabei ist Westungarn noch viel besser dran, im Osten ist es einfach unglaublich), zum anderen können sich nur die wenigstens wirklich informieren: 99 % der Medien in Regierungshand (oder noch mehr), außerdem die Sprachbarriere. 1/3
@energisch_ @cristinah @Nike_Leonhard Ungarisch ist in Europa nur mit Finnisch verwandt, Fremdsprachenk. (v. a. Englisch) gibt es in der älteren Generation kaum (bzw. bestenfalls Russisch). Dadurch kann man auch übers Netz kaum zu Informationen kommen, diverse Projekte sind mehr-weniger versandet. Wenn man mit Ungarn spricht (natürlich nicht repräsentativ) hört man (ich) meist nur Klagen über Korruption, Zustände - und unglaublich viel Resignation. Vielleicht schafft es Magyar in Ansätzen, 2/3
@energisch_ @cristinah @Nike_Leonhard diese Unzufriedenheit auszunutzen, die Leute für einen Neuanfang zu begeistern, aber: Magyar war Fidesz-Mitglied, seine damalige Ehefrau als Justizministerin bei der Vertuschung des Missbrauchsskandals federführend und man zweifelt - vielleicht mit Recht - ob sich gerade mit ihm etwas bez. Korruption ändert. Manche hoffen darauf - einfach nur, weil ihnen nichts Besseres übrig bleibt. Überzeugt sind sie nicht, im Westen klingt das viel enthusiastischer. 3/3
@scheichsbeutel Tja, Personalmangel, Mangel an echter Auswahl. Scheint ein globales Phänomen zu sein. @cristinah @Nike_Leonhard
@energisch_ @cristinah @Nike_Leonhard Ja. Allein durch die Medienkonzentration ist es fast unmöglich, dass alternative Kandidaten bekannt werden. Und wie so oft unter solchen Verhältnissen resignieren die Menschen irgendwann. Diese Resignation ist m. Erfahrung nach das alles beherrschende Gefühl. Und wer das nicht will, versucht in den Westen (oft nach Ö zu kommen) oder wenigstens da zu arbeiten. Im Burgenland findest du allüberall ungarische Facharbeiter - vom Handwerk bis Gesundheitswesen.

@energisch_ @cristinah @Nike_Leonhard Passt - leider - dazu. Die werden alles tun, um an der Macht zu bleiben. Absolut alles.

https://www.washingtonpost.com/world/2026/03/21/hungary-election-interference-russia-orban/

To tilt Hungarian election, Russians proposed staging assassination attempt

To aid Hungarian Prime Minister Viktor Orban, a friend of Russia, in his election, operatives proposed “the Gamechanger” — a staged assassination attempt to stir supporters.

The Washington Post
@scheichsbeutel diesen Zerfall gab es aber auch schon vorr der Perestroika, vor dem Fall der Mauer. Ich war ein paar mal in den späten 70ern in Budapest, so viel wunderbare alte Häuser und fast alle so runtergekommen, dachte ich damals. Zuletzt waren wir mit dem Rad von Wien nach Budapest unterwegs 2014. Da war zwar viel anders, aber auch noch ganz viel Zerfall, lost places obwohl man uns sagte, Immobilien wäre total teuer. Aber das lag wohl damals schon an Korruption @cristinah @Nike_Leonhard
@energisch_ @cristinah @Nike_Leonhard Immobilien teuer? Weiß nicht, eher das Gegenteil. Deshalb gab es in den 10er Jahren ein spezielles Gesetz, dass Ausländern den Kauf von Immobilien untersagte bzw. sehr erschwerte. Weil man für ein Butterbrot Landwirtschaften kaufen konnte und tatsächlich im Westen des Landes der Ausverkauf drohte. Geändert hat sich dann nur, dass nun auch dort (wie du richtig schreibst) die Korruption Einzug gehalten hat.
@scheichsbeutel Für die Ungarn sehr teuer. Ja, deshalb gab es anfangs nach dem Mauerfall so viel Devisen, die ins Land kamen. Aber trotz der Verkaufssperre an Ausländer blieb es für die meisten unmöglich Wohnungne oder Häuser zu erwerben. Orbans Familie und Freunde mischten doch groß in Bau- und Immobiliengeschäften mit. @cristinah @Nike_Leonhard
@energisch_ @cristinah @Nike_Leonhard Genau - für die Ungarn durch den Westen (sehr viele Österreicher, ich kannte selbst einige, die sich einkauften) unerschwinglich. Und die Änderung bewirkte nur, dass Orban und sein mit ihm verbundener Clan sich das alles unter den Nagel reißen konnten. Und wie gesagt - die Leute sind von all dem nur noch frustriert, sie glauben nicht an eine Änderung. Diese Aufbruchstimmung ist mehr ein Produkt der westl. Medien (hoffentlich täusche ich mich!!!).
@scheichsbeutel Manchmal denke ich, weitverbreitete Melancholie und Depressionen kommen vor allem durch eine kaputte Politik.
Dieses Resignieren, von dem du schreibst, ist ein deutliches Indiz.
@cristinah @Nike_Leonhard
@energisch_ @cristinah @Nike_Leonhard Sicher einer der wichtigsten Gründe. Immer sehen zu müssen, wie aussichtslos jedes Bemühen um Verbesserung ist, wie du ohnmächtig der staatl. Willkür ausgeliefert bist etc. Bleibt oft nur noch Weggehen. Ist das auch nicht möglich - Radikalisierung. (Siehe Palästinenser: Worauf sollen junge Menschen dort hoffen, wenn schon der Papa möglicherweise seit 80 Jahren in einem Lager lebt? Aber - gefährliches Thema, Minenfeld par excellence 😉.)