Sportvereine sollen sich künftig um die Demokratie kümmern, sagt Ministerin Prien, statt Amadeu Antonio, Hate Aid und dem Zentralrat der Juden. Im nächsten Schritt werden ARD und ZDF durch REWE und EDEKA, sowie das Parlament des Bundestages durch die Fußgängerzone Detmold ersetzt. Alles das gleiche!

@sixtus so wichtig Sportvereine als NGOs sind in der Gesellschaft, so falsch ist es, ihnen diese Aufgabe zuzuschreiben.

Welche Verbände betroffen sind, zeigt doch sehr deutlich eine politische Stoßrichtung bei der Verschiebung der Machtverhältnissen.

@Reinald @sixtus
Bei Sportvereinen steht ja schon im Namen dass sie sich um Demokratie kümmern /s
🤬
@realn2s @Reinald @sixtus
Waren Sie schon einmal Mitglied in einem Verein?
Vereine sind demokratisch organisiert - sie funktionieren nur, wenn sich die Mitglieder einbringen. Man kann dort einiges über Demokratie lernen - im kleinen.
Wobei ich allerdings auch nicht verstehe, warum das jetzt eine tolle Idee der Bundesregierung im Rahmen der Förderung von Demokratie ist.

@cwr22111 @realn2s @sixtus genau - 100 Leute zahlen Beiträge, 50 Leute essen Kuchen, 10 Leute backen einen Kuchen, 5 Leute spülen und räumen auf.

2 Leute streiten sich um den Vorstand, niemand will die Kasse und niemand Schriftführer sein.

So kenne ich Verein, ich bin nicht so sicher, ob das als Beispiel für erlebte Demokratie taugt.

(Ja, es ist ein zynischer Blick auf meine Erlebnisse in Vereinsmeierei)

@Reinald @realn2s @sixtus
Stimmt - so läuft es oft.
Aber es ist eben auch der Ort an dem man lernen kann sich einzubringen, Dinge für sich und andere zu erreichen, sich der Diskussion zu stellen.
Ein Ort an dem man gemeinsame Ziele gemeinsam erreichen kann und im Zweifel lernt: Wenn ich andere nicht unterstütze, unterstütz mich auch keiner.
Ich zumindestens habe das (und so einiges anderes) in Vereinen gelernt.

@cwr22111 @realn2s @sixtus ich habe gelernt: egal, was Du vorher für die Gemeinschaft geleistet hast, wenn es erst wird stehst Du alleine.

Communitys funktionieren selten, und immer nur asymmetrisch - man muss mehr reinstecken als man rausbekommt.

@Reinald @realn2s @sixtus
Ich hab da andere Erfahrungen gemacht.
Im schlimmsten Moment meines Lebens standen mir viele Menschen aus meinem Vereinsumfeld (das ging teilweise bis in die USA) bei. Das war ein Moment, wo ich wirklich Hilfe brauchte.
Und ein Grund warum sie mir halfen war, weil ich vorher aktives Mitglied dieser Gemeinschaft war.

@cwr22111 @Reinald @sixtus
Es geht ja nicht darum (Sport)Verein klein oder schlecht zu reden. Vereine sind aufgrund des Vereinsrecht demokratisch orgnisiert.
Allerdings ist nicht ihr Auftrag , Demokratie zu fördern.

Es ist ja kein entweder oder sondern ein sowohl als auch

@realn2s @Reinald @sixtus
Ich sag mal "jein".
Ja - es ist nicht die Aufgabe der Vereine Demokratie zu fördern, aber sie tun es implizit. Es macht also Sinn Vereine zu fördern oder sie zumindestens nicht zu behindern in ihrer Arbeit. Und das passiert leider aktuell durchaus mit Regelungen und Auflagen.
Was die sogenannten "NGOs" anbelangt: Haben sie denn ihr Ziel erreicht? Waren sie wirkungsvoll? Stehen Ergebnis und aufgewendete Mittel in einem vernünftigen Verhältnis?

@cwr22111 @Reinald @sixtus
Wow. Wofür dann Verein fördern? Wir leben ob einer Demokratie. Da lernt ja jeder automatisch Demokratie. Man braucht also keine Vereine.

Und sind den deine Vereine erfolgreich? Diese neoliberale "muss sich (monetär) lohnen" Mentalität ist echt übel.
Wie willst du Erfolg überhaupt definieren?