Empörung ist die bequemste Form der Komplizenschaft. Muss mal wieder gesagt werden. Und gilt absoulut aktuell in Bezug auf die Aufregung über die privaten Videos nackter Menschen auf Metas Servern und auf den Bildschirmen kenianischer Clickworker:innen. Hier meine zwei Cent dazu - für euch als Freebie-Link:

https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2026-03/meta-ki-brillen-privatsphaere-videos-clickworker?freebie=da0b3cb0

#meta

Meta KI-Brillen: Wer sich über die Nacktbilder empört, macht sich zu Metas Komplizen

Die smarte Brille von Meta zeichnet offenbar unbemerkt intime Szenen auf, die dann für das KI-Training genutzt werden. Das sollte uns nicht überraschen.

DIE ZEIT
@evawolfangel
Ich kann der Argumentation nicht recht folgen, da persönliche Betroffenheit und breite Empörung doch recht gute Vehikel sind um politischen Druck umzubauen was zu ändern.
@rlcw Nur bleibt es meist bei der Empörung stehen - und die erweckt obendrein den Eindruck, dass es sich um eine Ausnahme handelt, die man nur reparieren muss. Das ist kontraproduktiv. Hier muss man mit klarem Kopf dafür sorgen, dass Meta keinen Fuß mehr auf den Boden bekommt.
@evawolfangel @rlcw Aus der Empörung sollte eigentlich folgen, dass man kein Produkt aus dem Zuckerberg-Konzern mehr benutzt. So handhabe ich das seit Cambridge Analytica.

@deBaer @evawolfangel @rlcw Ich mache seit Anfang an - aber eher aus einem Gefühl heraus, nicht aus Empörung/Überzeugung - einen Bogen um Dienste, die letztendlich werbefinanziert sind.

Problem dabei ist: Das ändert sich über die Zeit und dann ist wieder beim mspro-schen "Wir müssen das Umziehen mehr üben."

@lobingera @evawolfangel @rlcw Mit offenen Diensten ist das Umziehen glücklicherweise ziemlich einfach. Ich konnte z.B. jahrelang alle meine Tweets auf Mastodon crossposten, sodass ich dort schon ein gemachtes Nest hatte, als ich dann tatsächlich von Twitter weg musste. Die Zuckerdienste waren schon immer geschlossen, damit man da eigentlich nicht weg kann. Und wo man nicht weg kann, sollte man auch nicht hin.